VSStÖ: Steuer auf Verhütungsmittel ist völliger Unfug

VSStÖ kritisiert Gudenus und Gehrer

Wien (SK) Der VSStÖ (Verband Sozialistischer Studentinnen und Studenten Österreichs) kritisiert die Wortmeldungen von FPÖ-Jugendsprecher Johann Gudenus und der Bundesministerin Gehrer zu den Geburtenzahlen in Österreich. Andrea Brunner, Bundesvorsitzende des VSStÖ: "Die Aussagen von Ministerin Gehrer und Jugendsprecher Gudenus beweisen, dass die Regierungsparteien ein ideologisch vollkommen rückschrittliches Familienkonzept vertreten. ÖVP und FPÖ reduzieren augenscheinlich Frauen auf die Gebärfunktion. Die Förderung von ungewollten Schwangerschaften und Verteufelung der selbstbestimmten Lebensplanung hat mit den Anforderungen einer modernen Gesellschaft nichts zu tun, sondern sind Ausdruck eines in der Vergangenheit verhafteten und höchst problematischen Lebensmodells." ****

Gesellschaftspolitisch seien die Vorschläge "eine Katastrophe:
Verhütung in Form von Kondomen stellt den einzigen Schutz vor vielen übertragbaren Krankheiten dar. In Zeiten von AIDS zeugt die Aussage von Gudenus im besten Fall von völliger Ignoranz." Brunner weiter:
"Mit diesen abstrusen Forderungen versucht die Regierung davon abzulenken, dass sie weder in der Familien-, noch in der Arbeitsmarktpolitik geeignete Lösungen für die drängenden Probleme parat hat."

Der mittlerweile 26-jährige Gudenus dürfte übrigens mit seinen eigenen Fortpflanzungswünschen bisher noch wenig erfolgreich gewesen sein: nach eigenen Angaben ist er noch kinderlos, fügte Brunner abschließend hinzu. (Schluss) wf

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