ARBÖ: Das kleine Einmal Eins für Eltern

Richtiges und rechtzeitiges Üben mit Kindergartenkindern und Erstklässlern

Wien (OTS) - Dass Eltern von Kindergartenkindern und Erstklässlern rechtzeitig mit dem Einüben der neuen Verkehrswege beginnen sollen, ist eine Binsenweisheit. Das erfordert viel Zeit und Geduld. Was die Eltern sonst noch beachten sollen, hat der ARBÖ zusammengestellt:
praktische Übungen und Informationen über kinderspezifisches Verhalten. "Kinder denken, fühlen und handeln anders als Erwachsene!", weiß der Leiter des ARBÖ-Informationsdienstes Wilhelm Patzold.

Sieben praktische Übungen

  • Am Gehsteig innen gehen, nicht außen beim Gehsteigrand
  • Rechtzeitiges Anhalten am Gehsteigrand einüben, 15 cm vor der Gehsteigkante
  • Überqueren der Straße: stehen bleiben, Kopf vorbeugen, nach links, nach rechts und noch mal nach links schauen. Tipp: statt "links" und "rechts" Worte wie "die eine Seite", "die andere Seite" verwenden, wenn leichter verständlich. Erst wenn alles frei ist, die Straße überqueren. Zuerst immer das Kind an die Hand nehmen und es erst nach oftmaligem Üben allein lassen
  • Zebrastreifen: Auch bei einem Zebrastreifen muss man genauso Acht geben wie sonst beim Überqueren: stehen bleiben und nach links, rechts und wieder links schauen. Immer Warten, bis ein herankommendes Fahrzeug auch wirklich steht. Wichtig ist, dass das Kind den Autofahrer anschaut und nicht nur das Auto.
  • Ampeln: Rot und Grün sind rasch erklärt. Doch auch bei Grünlicht muss sich das Kind angewöhnen, nochmals rechts und links zu schauen, um sicher zu sein, dass alle Autofahrer angehalten haben. Wichtig: Dem Kind einprägen, dass es unbedingt weitergehen soll, auch wenn die Ampel während des Überquerens auf Rot umspringt
  • Überqueren zwischen parkenden Autos: Kinder glauben sich zwischen zwei geparkten Autos besonders geschützt. Irrtum: sie sind doppelt gefährdet, durch den ruhenden und fahrenden Verkehr. Das Kind muss daher doppelt aufpassen: Noch auf dem Gehsteig halten und schauen, ob nicht jemand im geparkten Auto ausparken will. Zweitens vorgehen und nach der gewohnten Methode links-rechts-links schauen.
  • Führen lassen: Lassen Sie sich als Erwachsene einige Male von ihren Sprösslingen auf den Weg in die Schule oder in den Kindergarten führen und beobachten sie, wie es reagiert.

Die Verkehrswelt aus Kinderaugen

  • Kinder glauben, von den Autofahrern gesehen zu werden, wenn sie selber die Autofahrer sehen.
  • Kinder haben ein eingeschränktes Blickfeld und sehen an den Seiten um fast ein Drittel weniger als Erwachsene
  • Kinder können nur schwer herausfinden, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt
  • Kinder können Geschwindigkeiten nicht einschätzen
  • Kinder lassen sich leicht ablenken
  • Kinder können Aufmerksamkeit nicht teilen
  • Kinder haben einen starken Bewegungsdrang
  • Kinder können Bewegungen nicht abrupt abbrechen
  • Kinder machen schlechtes Verhalten der Erwachsenen gerne nach
  • Kinder neigen dazu, ihr Können und ihre Kräfte zu überschätzen

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