Feldzug gegen Ökostrom: IV ist Steinzeit-Interessenvertretung

IG Windkraft: IV soll boomende Ökoindustrie nicht laufend bedrohen. Klimawandel, nicht Klimaschutzmaßnahmen sind Kostentreiber.

Wien (OTS) - Die Angriffe der IV auf das Ökostromgesetz und das ewige Jammern wegen Belastungen durch Klimaschutzbestrebungen sind unzeitgemäß, wenn gerade der durch die Hitzewelle spürbare Klimawandel Millionen an Schäden verursacht. Allein der Marktpreis für Strom wird sich von heuer auf nächstes Jahr um 40% verteuern.

"Die Folgen des Klimawandels sind in diesem und im letzten Sommer deutlich spürbar geworden. Wenn die IV es einmal schaffen würde, Zusammenhänge zu verstehen, würde ihre Interessenvertretung vielleicht konstruktiver und damit effektiver sein", stellt Mag. Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft, fest. Als wahrer Kostentreiber sind nämlich nicht Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels zu sehen, sondern der Klimawandel selbst. Allein durch die Stromknappheit durch die heurige Hitzewelle wird laut Experteneinschätzung der Strompreis von ca. 2,5 um 40% auf ca. 3,5 Cent steigen.

IV rennt gegen weltweit boomenden Industriezweig an

Die Ökoenergiebranche ist einer der am meisten boomenden Industriezweige weltweit. Man muss kein Hellseher sein um sich ausrechnen zu können, dass die Nachfrage nach ökologischer Stromerzeugung dramatisch steigen wird. Dennoch schimpft die IV kontinuierlich auf einen Industriezweig, dem enorme Ausbau- und Exportpotenziale sicher sind. Wie das Beispiel Windenergie in Österreich zeigt, werden durch die Investition in Windkraft in Österreich 50% mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätze geschaffen, als wenn man bei der Stromerzeugung alles beim Alten lässt.

Die IV stellt sich jedoch kurzsichtig gegen diese Zukunftstechnologien. Und dies, obwohl das Ökostromgesetz vorsieht, dass die Industrie anteilig weniger der Ökostrom-Mehrkosten trägt als die Haushalte. Wenn die IV weiterhin den Bogen überspannt, wird sich schnell jemand finden, der die Sachlichkeit dieser Bevorzugung in Frage stellt.

IV vermischt Kostensteigerung und Ökostromgesetz

Auch die in der Presseaussendung von heute genannten Angaben, dass sich seit Einführung des Ökostromgesetzes die Stromkosten um 8% erhöht hätten, stehen nicht in Zusammenhang mit den Kosten für Ökostrom. Seither stiegen ganz allgemein die internationalen Energiepreise. Das Ökostromgesetz sorgte nur für einen österreichweiten Ausgleich der bisher von Land zu Land unterschiedlichen Ökostromzuschläge. Über ganz Österreich gesehen also ein Nullsummenspiel.

Ökostrom-Anteil sinkt kontinuierlich

Die Angst vor der Übererfüllung von Ökostromzielen ist eine Augenauswischerei. Tatsächlich ist es nämlich so, dass angesichts der jährlichen Stromverbrauchszuwächse von 2 bis 3% der Ökostromanteil in Österreich fällt. Das in der öffentlichen Diskussion viel strapazierte Ziel der EU Erneuerbare Energie Richtlinie, die von Österreich verlangt, seinen Erneuerbare-Energie-Anteil von 70 auf 78,1 % zu erhöhen, geht von einer Reduktion des Stromverbrauchs in Österreich aus. Auch wenn die Ökostromziele übererfüllt werden sollten, sinkt durch den Stromverbrauchszuwachs der Anteil Erneuerbarer Energien auf knapp über 60%.

"Die IV ist dringend aufgerufen, beim Klimaschutz endlich einmal eins und eins zusammenzuzählen und nicht eine Interessenvertretung aus der Steinzeit zu betreiben. Das ständige Wettern gegen einen boomenden Industriezweig zeugt nicht von eingehenden Marktanalysen", so Hantsch abschließend.

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