AK gegen Deckel auf Gesundheitsausgaben

Bei Begrenzung der Gesundheitsausgaben drohen enorme Selbtbehalte oder Zwei-Klassen-Medizin

Wien (AK) - "Die Gesundheitsministerin will den Österreicherinnen und Österreichern entweder enorme Selbstbehalte bei ärztlicher Behandlung zumuten - oder Leistungskürzungen für die, die sich private Behandlung nicht leisten können", kritisiert AK Sozialbereichsleiter Christoph Klein die heutige Ankündigung der Ministerin, sie wolle die Gesundheitsausgaben deckeln. "Ein künstlicher Deckel lässt unberücksichtigt, dass die Zahl der älteren Menschen steigt. Daher ist zu erwarten, dass trotz Sparmaßnahmen der Anteil der öffentlichen Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt leicht steigen wird", erklärt Klein. Dabei gehe es nicht um Verschwendung. Über Maßnahmen wie mehr Vorsorge oder Senkung der Medikamentenkosten lasse sich reden, aber nicht über einen Deckel für öffentliche Gesundheitsausgaben. Nicht zuletzt liege Österreich bei den öffentlichen Gesundheitsausgaben mit 5,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Mittelfeld vergleichbarer Industrie-Staaten, sagt Klein. In den "liberalen" Gesundheitssystemen der USA oder Großbritanniens ist der Anteil der öffentlichen Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt mit jeweils 6,2 Prozent sogar höher als in Österreich.

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