Kärntner Gebietskrankenkasse zur Vorsorgediskussion: Dritthöchste Beteiligungsrate im Bundesländervergleich!

Gebietskrankenkassen arbeiten am neuen Vorsorgekonzept kräftig mit

Klagenfurt (OTS) - Bei den Vorsorgeuntersuchungen kann Kärnten
auch im Jahr 2001 mit einer guten Beteiligung aufwarten: Mit mehr als 88.000 Fällen lag unser Bundesland nach Vorarlberg und Tirol im Verhältnis zur Einwohnerzahl bereits an dritter Stelle. Für die Vorsorgeuntersuchungen wurden fast sechs Millionen Euro aufgewendet. Bei den laufenden Behandlungen und Untersuchungen durch die Vertragsärzte der Kärntner Gebietskrankenkasse ergab sich ein "versteckter Vorsorgeeffekt" von etwa sieben Millionen Euro, da durch begleitende Kontrollen der Ärzte Vorsorgeleistungen erfolgen, die der kurativen Medizin zugeordnet werden, sagt GKK-Direktor Mag. Alfred Wurzer.

Mit der Möglichkeit, Vorsorgeuntersuchungen nicht nur über Vertragsärzte, sondern auch über Wahlärzte anzubieten, besteht in Kärnten eine beispielhafte Bürgernähe. Nicht nur 306 GKK-Vertragsärzte verfügen über einen Vorsorgevertrag und sind somit Vorsorgeuntersuchungsstellen, auch 192 Wahlärzte, die als Vorsorgestelle mit der GKK direkt abrechnen können, stehen der Bevölkerung zur Verfügung. Mit Vertragsärzten sowie Wahlärzten und den GKK-Eigenen-Einrichtungen (Ambulatorien) bestehen in Kärnten rund 500 Vorsorgeanlaufstellen. Dies stellt ein einzigartiges bürgernahes Angebot dar, unterstreicht der Kassendirektor die positive Situation in Kärnten.

Auch bei den Jugendlichenuntersuchungen nimmt die Kärntner Gebietskrankenkasse eine Position im oberen Bereich ein. Bei der Zielgruppe der berufstätigen Jugendlichen unter dem 18. Lebensjahr konnten durch die GKK 74 Prozent, das sind mehr als 10.000 Jugendliche, auf ihren Gesundheitszustand untersucht werden. Dabei wird auch besonders auf berufsspezifische Belastungen geachtet. Der Bundesdurchschnitt der untersuchten Jugendlichen lag bei 64 Prozent.

GKK-Mitwirkung an neuem Vorsorgekonzept

Seit mehreren Jahren urgiert die Kärntner Kasse eine Reform des Vorsorgeprogrammes. Diesbezüglich hat sie dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und der Gesundheitspolitik gegenüber mehrere Vorschläge unterbreitet. Die nunmehr von der Politik in den Raum gestellten Reformen sind das Produkt von neuen Konzepten, die in der Sozialversicherung unter Mitwirkung der Gebietskrankenkassen erstellt wurden und voraussichtlich im September 2003 konkretisiert werden sollen.

Die Schwerpunkte des neuen Vorsorgeprogrammes sollen u. a. auf Risikofaktoren wie familiäre Belastungen, den Lebensstil, bis hin zur Stärkung der eigenen Verantwortung, ausgerichtet sein. Ebenso sollen die Möglichkeiten der Chipkarte und der EDV-Systeme genützt werden, um Patienten künftighin motivierend auf eine Teilnahme zur Gesundenuntersuchung aufmerksam zu machen.

Vorsorge: Finanzielles Bekenntnis notwendig!

Der Obmann der Kärntner Gebietskrankenkasse, Helmut Pansi, begrüßt die Entwicklung in Richtung der neuen Vorsorgeuntersuchung.

Dies ist eines der einzigartigen Angebote im internationalen Vergleich, um den Versicherten eine kostenlose Teilnahme an diesen Untersuchungen zu ermöglichen. Von der Gesundheitspolitik erwartet sich der Kärntner Kassenobmann ein klares Bekenntnis - nicht nur zur Wichtigkeit der Vorsorge - sondern auch zu deren Finanzierung. Er fordert die Politik auf, für eine entsprechende Beistellung der Geldmittel zu sorgen, da erst nach Jahrzehnten mit positiven Effekten zu rechnen ist.

Nicht nur neue Vorsorgekonzepte erfordern ein Bekenntnis zu finanziellen Maßnahmen, sondern auch steigende Kosten bei Medikamenten, ärztlichen Hilfeleistungen und der Spitalsfinanzierung. Durch den erfreulichen Anstieg der älteren Menschen in der Versichertengemeinschaft wird auch mehr Geld benötigt. Daher brauchen die Krankenkassen eine entsprechende Mittelzufuhr, argumentiert der Kassenobmann.

Rückfragen & Kontakt:

Leitender Angestellter der
Kärntner Gebietskrankenkasse
Direktor Mag. Alfred Wurzer
Kempfstraße 8 A-9020 Klagenfurt
Tel.: 0664 3152532

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