NÖ Ärztekammer und NÖGUS nehmen Sorgen der Frauen wegen Studie über Krebsgefahr bei Einsatz von Hormonen ernst

Gemeinsame Info - Hotline eingerichtet

Wien (OTS) - "Die in der Öffentlichkeit derzeit heiß diskutierte Studie über erhöhte Krebsgefahr beim Einsatz von Hormonen hat in einigen Teilen der Bevölkerung zu großer Beunruhigung und Angst geführt. Es ist aber keinesfalls so, dass jede Frau, die bei ihrem Arzt nach gründlicher Abklärung eine Hormonbehandlung durchführen lässt, Gefahr läuft, deshalb an Krebs zu erkranken!" so die Reaktion von Dr. Lothar Fiedler, Präsident der NÖ Ärztekammer und Dr. Robert Griessner, Geschäftsführer des NÖGUS auf eine kürzlich veröffentlichte britische Studie.

Die beiden verweisen in diesem Zusammenhang auf den oft unkontrollierten Einsatz von Hormonen in den Vereinigten Staaten:
"Vor allem in den USA, aber auch in Großbritannien, wo besagte Studie durchgeführt wurde, ist es leider Usus, dass viele Frauen über 50 Jahre im Zuge ihrer medizinischen Behandlungen automatisch auch einer Hormonersatztherapie unterzogen werden - und dies oft ohne Indikation und Abklärung ihres Hormonstatus. Die Österreichische Medizin geht hier völlig andere Wege. Österreichs Ärzte verwenden Hormone als Therapieform weitaus seltener und dies immer nur nach entsprechender vollständiger physischer und psychischer Untersuchung ihrer Patienten. Die Verschreibung dieser Medikamente erfolgt auch immer in einer Form, die auf die Konstitution und den Organismus der jeweiligen Patientin abgestimmt ist."

NÖGUS und Ärztekammer verweisen jedoch darauf, dass es seit längerem Diskussionen über den Einsatz von Hormonen gibt - und dass in diesem Zusammenhang auch immer wieder auf diverse medizinische Nebenwirkungen und Risiken hingewiesen wurde.

"Grundsätzlich sollten sich Patienten, die sich einer Hormonersatztherapie unterziehen und nach den Meldungen der letzten Tage verunsichert sind, mit Ihren Fragen an ihre behandelnden Ärzte wenden. Diese können mit Sicherheit ausführliche und fundierte Antworten auf alle Fragen geben." so Dr. Fiedler weiter.

Um auch jenen Personen, die derzeit keinen behandelnden Arzt haben bzw. deren behandelnder Arzt derzeit auf Urlaub ist, kurzfristig eine Informationsmöglichkeit zu bieten, haben Ärztekammer und NÖGUS gemeinsam eine Info-Hotline unter den
Telefonnummern 026 35 / 602 - 2503 DW oder 0664 / 545 03 99 eingerichtet.

"Über diese Hotline ist der Hormonspezialist Hr. Prim. Univ.- Doz. Dr. Beda Hartmann, aus dem KH Neukirchen erreichbar. Für spezielle Fragen steht er von Montag bis Freitag von 09.00 - 15.00 telephonisch zur Verfügung", so Dr. Robert Griessner.

Diese Hotline ist jedoch nicht als "allgemeine Informations-Stelle zum Thema Hormone" konzipiert, sondern sollte ausschließlich dann in Anspruch genommen werden, wenn spezifische persönliche Fragen unbeantwortet sind.

Rückfragen & Kontakt:

Axel C. Moser, Ärztekammer NÖ
Tel.: +43 (1) 53751 - 221 DW

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