FP-Madejski: Sicherheit Lainzer-Tunnel: Branddirektor Perner als Fähnchen im Wind

Unakzeptable Aussagen des Wiener Branddirektors bezüglich überlebensnotwendiger Schutzräume

Wien, 20.08.03 (fpd) – "Wes Brot isst der Wiener Brandschutzdirektor eigentlich", fragt sich der Planungs- und Verkehrssprecher der Wiener Freiheitlichen LAbg. Dr. Herbert Madejski angesichts der krausen Aussagen Perners zur aktuellen Diskussion rund um notwendige Sicherheitsmassnahmen für den Lainzer Tunnel.

War Perner noch vor einem Jahr in einem Gespräch mit Baudirektor Klotz und dem freiheitlichen Abgeordneten der Meinung gewesen, dass es durch eine Neukonzeption der geplanten Schutzräume mit geringem Aufwand möglich wäre, diese zu Zivilschutzräumen mit teilweisen Verbindungen zu "Zivilschutztunneln" auszubauen, sage er heute zu aller Überraschung genau das Gegenteil. Madejski betonte in diesem Zusammenhang nochmals, dass die einröhrige Bauweise von der Freiheitlichen akzeptiert werde, dadurch jedoch umfangreichere Sicherheitsmassnahmen notwendig wären.

Mit den geforderten Maßnahmen wäre im Falle eines Unglücks jedenfalls garantiert, dass die flüchtenden Menschen in genügend großen Sicherheitsstollen Zuflucht finden können. Damit könnte auch gleich das große Defizit der Bundeshauptstadt bei Zivilschutzräumen etwas abgebaut werden, erläuterte Madejski nochmals.

Wenn Perner in der heutigen Ausgabe einer Tageszeitung derartigen Zivilschutzräumen die Existenzberechtigung abspreche und sich in diesem Zusammenhang als Experte für globale, atomare Bedrohungspotentiale geriere, könne dies nur als bizarr bezeichnet werden. Perner, der im übrigen für Zivilschutzräume keine offizielle Zuständigkeit habe, erkläre der Wiener Bevölkerung allen Ernstes, dass Schutzräume nicht notwendig wären.

Klebebänder und Vorräte für drei Tage hält der Wiener Brandschutzdirektor in Zeiten von Krieg und Terroranschlägen am Fließband als ausreichend, kritisierte Madejski. Fakt sei, dass auch Wien genügend Ziele für terroristische Attacken biete. Hier würde jeder Zivilschutzraum mehr wie etwa jene im Lainzer Tunnel, die laut Perner nicht notwendig sind, zahlreiche Menschenleben retten.

Die Haltung des obersten Wiener Brandschützers grenze in dieser Sache daher an Gemeingefährlichkeit. Für die Belange des Zivilschutzes in der Bundeshauptstadt sind Innenminister Strasser und Bürgermeister Häupl zuständig. Diese sind angesichts der unverantwortlichen Aussagen des hohen Beamten dringend aufgerufen, dessen Treiben im Interesse der Sicherheit zu stoppen, forderte Madejski abschließend. (Schluß)am

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