Eder: Mit schwarz-blauem ÖBB-Reformkonzept geht es Personenverkehr an den Kragen

Wien (SK) "Mit dem vorliegenden ÖBB-Reformkonzept geht es
dem Personenverkehr der ÖBB an den Kragen", unterstrich SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Wenn nun für die Schulden der Schieneninfrastruktur Finanzierungsgesellschaft (Schig) in Hinkunft auch die Bahn aufkommen müsse und gleichzeitig ein Viertel des Personals abgebaut und im Bahnhofbereich nicht wirtschaftlich vorgegangen wird, dann "ist das Vorhaben des Vorstandes der ÖBB, den Personenverkehr attraktiver zu gestalten, von vornherein zum Scheitern verurteilt", so Eder. ****

"Staatssekretär Kukacka will offenbar alle Möglichkeiten ausnützen, um die ÖBB zu Grabe zu tragen. Es ist ein Rätsel, wie ein Unternehmen, das nun in mehrere Gesellschaften zerschlagen werden soll, überleben kann, wenn nun auch noch im Bahnausbau gespart werden soll, wenn alle Rationalisierungsmaßnahmen durch den zusätzlichen Zinsendienst für die Schig-Schulden aufgefressen werden und wenn für die steigenden Anforderungen nicht genügend Personal zur Verfügung steht." Eder erinnerte daran, dass für die dringenden Investitionen in Loks und in Wagons bereits jetzt nicht genügend Geld zur Verfügung stehe. "Wenn diese ÖBB-Reform greift, wird sich die Situation drastisch verschlechtern", so der SPÖ-Verkehrssprecher.

Seit Kukacka Verantwortung in diesem Bereich übertragen wurde, sei kein schlüssiges Konzept entstanden, das betriebs- und volkswirtschaftlichen Kriterien entspricht. Eder forderte abschließend den zuständigen Minister Gorbach auf, endlich einzugreifen. (Schluss) ns

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