FCG-Vorsitzender, AK-Vizepräsident Franz Gosch: "Wer pfeift endlich den Grasser zurück"

Freier Sonntag ist unverzichtbar - Derzeitige Ladenöffnung völlig ausreichend - Ausdrückliches Lob für Klasnic und die Steir. Landesregierung Wien (OTS) - "Die beharrlichen Wortspenden von Finanzminister Grasser in Richtung Abschaffung der Sonn- und Feiertage werden langsam unerträglich", so der steirische FCG-Chef und AK-Vizepräsident Franz Gosch, und wirft die Frage auf, "wer pfeift endlich den Grasser zurück?".

Die Erfahrung zeigt, dass die möglichen Ladenöffnungszeiten bei weitem nicht ausgeschöpft werden, womit klar ist, dass die derzeitigen Öffnungszeiten völlig ausreichend sind.
"Der Grasser Vorstoß ist nicht nur ein Angriff auf die Lebensqualität der Handelsangestellten und Kaufleute, sondern hätte auch weitreichende gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen. Längere Öffnungszeiten, insbesondere eine Ausweitung auf die Sonn- und Feiertage würden eine erheblich stärkere Infrastruktur an Sonn- und Feiertagen benötigen, wodurch vor allem der öffentliche Verkehr, aber auch die Kinderbetreuung, ausgebaut werden müsste. Außerdem ist zu erwarten, dass mit der Öffnung im Handel auch andere Bereiche der Sonntagsöffnung folgen würden und müssten. Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen auf die kleinen und mittleren Handelsunternehmungen, insbesondere außerhalb der Ballungszentren, wären unausbleiblich", so Gosch. "Mehr Kosten bei gleichem Umsatz würde einzig und allein den Verdrängungswettbewerb unter den Handelsunternehmungen verschärfen und im Endeffekt den bereits stark positionierten multinationalen Handelsketten in Österreich nützen."

Weiters befürchtet die FCG, dass der Handel in den diversen Bezirkshauptstädten durch vermehrten Einkaufstourismus in Richtung Ballungszentren erhebliche Kaufkraftverluste erleiden würde, wodurch weitere Geschäfte zusperren und somit zusätzliche Arbeitsplätze verloren gehen würden. Das Argument, dass die Liberalisierung der Öffnungszeiten Arbeitsplätze schaffen würde, geht völlig ins Leere, dies zeigen die Erfahrungswerte aus den bisherigen Liberalisierungsschritten des Gesetzgebers in den letzten Jahren.

Sonntag - Tag der Familie

"Die Sonntagsarbeit soll im Sinne der Menschen auf das absolut notwendige Ausmaß beschränkt bleiben", so Gosch. Ausdrückliches Lob gibt es für Landeshauptmann Waltraud Klasnic und die Steir. Landesregierung, die sich im Sinne aller Betroffenen auf die Beibehaltung der derzeitigen Öffnungszeiten geeinigt hat.
"In unserer schnelllebigen Zeit hat der Sonntag eine besondere Funktion. Die Notwendigkeit der Berufstätigkeit beider Elternteile schafft das Bedürfnis, zumindest Sonntags uneingeschränkt Zeit für die Familie zu haben. Kontakte mit den Familien sind oft nur an freien Sonntagen möglich, da sehr viele Menschen ausschließlich an diesem Tag ihre gemeinsame Freizeit haben. Der Sonntag ist ein Hort der Familie, seine Erhaltung ist für die gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Strukturen unseres Landes absolut notwendig", so der Christgewerkschafter.

Zum Thema Grasser, FCG-Vorsitzender Gosch abschließend: "Der Finanzminister hat einen deutlichen Kniefall vor den multinationalen Handelskonzernen gemacht und gezeigt, in welchem Wählersegment er sich künftig positionieren möchte. Das Lobbing mächtiger Interessensgruppen hat sich offenbar gelohnt.

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