NEWS: Kritik an SP-Annäherung zur FPÖ

Wiens Klubchef Oxonitsch in NEWS: "Es reicht. Projekt ist abgeschlossen."

Wien (OTS) - Nicht zuletzt angesichts des Lobes von FPÖ-Chef Herbert Haupt für Alfred Gusenbauer wächst in der SPÖ die Kritik an einer Annäherung zur FPÖ. Besonders in der Wiener SPÖ wird die Diskussion über die Folgen des Spargelessens von SPÖ-Vorsitzendem Alfred Gusenbauer mit dem Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider geführt, bestätigt der Klubvorsitzende der Wiener SPÖ, Christian Oxonitsch, in der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS: "Eine gewisse Distanz zur Person Jörg Haider ist nach wie vor angebracht. In Wien jedenfalls läuft diese Diskussion, ob die Signale an FPÖ-Wähler notwendig waren. Die FPÖ hat ihre Wahlversprechen gebrochen, sie ist entlarvt, und deshalb reicht es mir jetzt. Das Projekt ist abgeschlossen."

Der Kommunikationschef der Stadt-SPÖ, Harry Schranz, warnt vor einer Anbiederung an die FPÖ: In der Vergangenheit sei das stets schiefgegangen. In Wien macht die Wählergruppe, die sich zwischen Rot oder Grün entscheidet, mehr als zehn Prozent aus. Strategieexperte Schranz: "Daher hat die Wiener SPÖ großes Interesse, dass diese Diskussion, die manche bewusst laufen ließen, rasch beendet wird. Sonst laufen wir Gefahr, an die Grünen zu verlieren." Der SPÖ-Vorsitzende kontert: "Welche Annäherung an die FPÖ? Meine Aufgabe ist es, mentale Hürden jener, die FPÖ gewählt haben und sich von der SPÖ ausgegrenzt gefühlt haben, zu beseitigen."

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