Präsident LAbg. Mag. Otto Gumpinger: "Chancen auf Familienstimmrecht steigen - in BRD bereits Vierparteieninitiative in Sicht"

Linz (OTS) - Das Familienstimmrecht, in Deutschland als "Wahlrecht ab der Geburt" bezeichnet, findet immer mehr Unterstützung, freut sich der Präsident des Österr. Familienbundes LAbg. Mag. Otto Gumpinger. Während es in Österreich vereinzelt kritische Stimmen gibt, wie zuletzt vom Obmann der SPÖ Landtagsfraktion in OÖ Dr. Frais ist die Diskussion in der BRD bereits weiter in Richtung Vierparteieninitiative gediehen. Ganz im Gegensatz zur Meinung des Dr. Frais es handle sich um ein urkonservatives Anliegen in Richtung antikes Familienverständnis steht wie in der BRD zu Recht diskutiert der emanzipatorische Grundgedanke, dass jeder Mensch in der Demokratie ein Gewicht, also auch ein Wahlrecht haben solle, im Vordergrund. Genauso wie die Eltern ihre Kinder im Zivilrecht vertreten sollen sie das bis zu deren Eigenberechtigung auch bei Wahlen tun können.

Sowohl das europäisches Schwergewicht der Sozialdemokratie Bundestagspräsident Wolfgang Thierse als auch die grüne Galionsfigur und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Antje Vollmer unterstützen mittlerweile nebst den Initiatoren aus den Reihen der Liberalen gemeinsam mit CDU und CSU diese Initiative zur Änderung des Grundgesetzes im Deutschen Bundestag (siehe Artikel "Bundestag wird nach der Sommerpause über Kinderwahlrecht beraten" vom 13.8.03 in der Zeitung Die Welt).

Der Familienbund erhofft sich deshalb laut Gumpinger eine ähnlich breite Plattform in Österreich. Durch eine möglicherweise wegen der kommenden Landtagswahl vorherrschender Nervosität sollte so eine wichtige grundsätzliche Erweiterung der demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeit nicht behindert und vorschnell abgetan werden, appelliert der Familienbund im Lichte der bundesdeutschen Diskussion.

Die demographische Entwicklung in Österreich wird den Generationenvertrag auf eine harte Probe stellen. Die zukünftigen Probleme werden nur dann bewältigbar sein, wenn auch die junge Generation berücksichtigt und Kindern und den sie großziehenden Eltern ein ihrer Bedeutung angemessener Stellenwert eingeräumt wird. Die Einführung eines Familienstimmrechtes wäre eine angemessene Maßnahme, betont abschließend der Präsident des Österreichischen Familienbundes LAbg. Mag. Otto Gumpinger.

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