FP-Landauer: Eigenverantwortung im Gesundheitswesen fördern

Wien (OTS) - Um die Eigenverantwortung im Gesundheitswesen zu fördern, erläuterte FPÖ-Stadträtin Karin Landauer Mittwoch in einem Pressegespräch mehrere Beispiele, die diesem Ziel dienen könnten. So sollte der Mutter-Kind-Pass zu einem Gesundheitspass ausgeweitet werden, in dem alle Vorsorgemaßnahmen festgehalten werden. Ein Bonussystem sollte Anreiz für die Menschen sein, die Vorsorge zu forcieren. Malus-Maßnahmen lehnt Landauer jedoch ab. In Wien könnte in diesem Sinne ein Pilotprojekt für ein Jahr organisiert werden.

Weiteres Pilotprojekt: Ein Medikamentenpool, der einen eigenverantwortlicheren Umgang der Patienten mit Medikamenten fördern könnte. Nicht verwendete Medikamente (etwa weil sie nicht vertragen werden oder bereits eine Gesundung eingetreten ist), sollten zurückgebracht werden. Dafür sollte der Patient eine Entschädigung erhalten, die Arzneimittelhersteller könnten die Medikamente weiter verwenden, wenn ein entsprechendes Haltbarkeitsdatum gegeben ist. Zur Untermauerung dieses Vorschlages verwies die FPÖ-Stadträtin auf den "Arzneimitteldialog" in der Steiermark, bei dem die Patienten über die Medikamente und ihren Preis aufgeklärt werden und der im Jahr 2002 Einsparungen von 18 Millionen Euro brachte. Die Ausgaben des Gesundheitswesens in Österreich fließen zu 53 Prozent in die Spitäler, 15 Prozent der Gesamtausgaben werden für Medikamente verwendet. Ein Drittel aller Medikamente landet laut Experten im Müll, stellte Landauer fest.

Für beide Vorschläge werde die FPÖ entsprechende Anträge im Wiener Gemeinderat einbringen. Weiters schlug Landauer eine Senkung der Mehrwertsteuer für Medikamente auf 10 Prozent (derzeit 20 Prozent) bei gleichzeitiger Erhöhung der Mehrwertsteuer für Schokolade auf 20 Prozent vor. Fünf bis zehn Cent mehr sollten Zigaretten kosten, die Mehreinnahmen müssten zweckgebunden dem Gesundheitswesen für Vorsorgemaßnahmen zufließen.

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