Thumpser: B20 und B18 in Gefahr Transitrouten zu werden

Kommt mit Jänner 2003 das Road-Pricing für LKW auf österreichischen Autobahnen, sind Bundesstraßen in Gefahr Transitrouten zu werden

St. Pölten (SPI) - Ab Jänner 2004 wird für LKW über 3,5 Tonnen die Maut nicht mehr mit einer Vignette eingehoben, sondern über das Road Pricing, das bedeutet eine genaue Abrechung, je auf Autobahnen oder Schnellstraßen gefahrenem Kilometer. "Sollten die Rahmenbedingungen nicht angepasst werden, droht auf manchen Bundesstraßen die Transithölle. Zahlreiche LKW werden natürlich um Kosten zu sparen auf die gratis zu benützenden Bundesstraßen ausweichen. Besonders die B20 in Niederösterreich zwischen der steirischen Grenze und St. Pölten wird ein solcher Problemfall werden. Die Route ist für die Frächter doppelt günstig. Zum einen ist die Bundesstraße mautfrei, zum anderen sparen sich die Fahrer, wenn sie vom Süden her nicht über die Südautobahn und die A21 auf die Westautobahn Richtung Linz oder Salzburg, sondern über die B20 direkt nach St. Pölten auf die Westautobahn fahren an die 80 Kilometer," zeigt der Lilienfelder SPÖ LAbg. Herbert Thumpser die Problematik auf.****

"Wir fordern daher ein ähnliches Modell, wie es für die B18 schon gilt: Ein Verbot von LKW-Transitfahrten. Es ist ja selbstverständlich, das jene Fahrzeuge, die entlang der Strecke etwas liefern oder abholen die Straße ungehindert benützen können, aber ebenso selbstverständlich ist es, dass die B20, die schon jetzt mit an die 20.000 Fahrzeugen pro Tag belastet ist, unmöglich zu einer Transitroute werden darf. Viele Gemeinden verfügen nicht einmal über eine Umfahrungsstraße, da kann man sich unschwer vorstellen, was das für die betroffene Bevölkerung heißen würde. Die Rahmenbedingungen müssen daher noch vor der Einführung des Road Pricing im Jänner geschaffen werden! Natürlich gilt das nicht nur für die B20, sondern für alle Bundesstraßen, die sich als günstige Ausweichrouten anbieten würden," so Thumpser abschließend.
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