SPÖ-Kärnten fordert Gratis-Nachhilfe in Kärntner Schulen

Schulreferent Haider soll Zukunftschancen für die Jugend sicherstellen

Klagenfurt (SP-KTN) - 4000 Kärntner Schüler müssen zu Nachprüfungen antreten. Englisch und Mathematik sind mit 1713 Nachzipfs Spitzenreiter. SPÖ-Vorsitzender LHStv. Dr. Peter Ambrozy und die Bildungssprecherin der SPÖ im Kärntner Landtag Nicole Cernic fordern daher eine klare Entlastung für die betroffenen Eltern. "Vor allem Eltern mit geringerem Einkommen sind bei den Nachhilfestunden unzumutbar belastet, dies führt auch oft zu indirekten Druck auf die SchülerInnen, es ist Aufgabe der öffentlichen Hand, optimale Bildung und damit Zukunftschancen zu gewährleisten", dazu Ambrozy, der kostenlose Nachhilfe in den Kärntner Schulen fordert.

In Kärnten gibt es 80.000 SchülerInnen. Eine Statistik der Uni Wien hat ergeben, dass etwa jeder vierte bis fünfte Nachhilfe braucht, um den Anforderungen gerecht werden zu können. Demnach erhalten in Kärnten über 20.000 SchülerInnen von ihren Eltern zusätzlich privat bezahlten Nachhilfeunterricht. "Ein kostenloser Förderunterricht vor Beginn des neuen Schuljahres könnte nicht nur die Eltern entlasten, sondern würde auch die Möglichkeit bieten, die komplette Infrastruktur der Schulen, die in den Sommermonaten spärlich bis gar nicht verwendet wird, sinnvoll zu nutzen", stellt LAbg. Cernic fest.

Für jene 4000 SchülerInnen, die in Kärnten zu Nachprüfungen antreten müssen haben die Ferientage bereits geendet. Das Strebern für den "Nachzipf" erfordert aber nicht nur die Disziplin der Eltern und SchülerInnen, sondern ist wie die Nachhilfe unter dem Schuljahr wiederum mit teuren privaten Nachhilfestunden verbunden. "Gerade jetzt, wo die schwarzblaue Belastungspolitik die Bevölkerung beinhart getroffen hat, tut jeder Cent, der für private Nachhilfe ausgegeben werden muss doppelt weh", kritisiert Ambrozy und fordert den Schulreferenten auf, die öffentliche Verantwortung im Bildungsbereich nicht auf die Brieftaschen der Bürgerinnen und Bürger und private Nachhilfe abzuschieben. "Nachhilfe ist leider teurer als für viele heuer der Urlaub war.

"Es gibt genug Junglehrer, die lieber heute als Morgen Nachhilfe in den Schulen anbieten würden, da wäre allen geholfen", so Bildungssprecherin LAbg. Cernic. In die Zahl der Wochenstunden über das ganze Unterrichtsjahr eingerechnet, könnte so einigen Junglehrern die volle Lehrverpflichtung gesichert werden. Einige der vom Abbau bedrohten Dienstposten im Schulbereich könnten wahrscheinlich überhaupt erhalten werden. "Die schwarzblaue Bundesregierung darf nicht auf Kosten der Zukunft unserer Jugend ihre Budgetpläne durchsetzen, in denen Platz für Abfangjäger aber kein Platz für Nachhilfe ist", kritisiert die SP-Abgeordnete und sieht den explodierenden Bedarf an Nachhilfe auch in den vollzogenen Stundenkürzungen und den Klassenschülerhöchstzahlen begründet. "Ist doch logisch, je mehr Kinder pro Klasse, desto weniger individuelle pädagogische Betreuung für jeden einzelnen Schüler", dazu Cernic.

Nachhilfe und Lernbetreuung auf Kosten der Eltern dürfen nicht selbstverständliche Bestandteile des österreichischen Schulalltags werden, fordert die SPÖ. (Schluss)

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