Grüne Wien: Innenminister Strasser muss Neonazi-Demo verbieten

Grüner Gemeinderat Ellensohn: "Strasser muss endlich handeln"

Wien (Grüne) - Der Wiener Gemeinderat David Ellensohn fordert Innenminister Ernst Strasser auf, die für Samstag, 23. August, von Neonazis geplante Demonstration in Wien zu verbieten. Wie Ellensohn weiter ausführte, planen deutsche und österreichische Neonazis einen Demonstrationszug vom Westbahnhof durch die Mariahilfer Straße. Motto der Demo soll ein "Gedenken" an den umstrittenen NS-Jagdflieger Walter Nowotny, dessen Grab am Zentralfriedhof erst im Mai die Ehrenwidmung aberkannt wurde, sein.

Ellensohn: "Der Innenminister hat wohl aus der Demo vom 13. April 2002, als Neonazis gröhlend mit Hitlergruß durch die Kärntner Straße gezogen sind, nichts gelernt. Minister Strasser muss dafür sorgen, dass sich solche Bilder in Wien nicht wiederholen. Die Demonstration wird unter anderem von der Truppenkameradschaft der ehemaligen 2. SS-Panzerdivision Das Reich unterstützt. Das spricht wohl für sich."

Ellensohn verwies in dem Zusammenhang darauf, dass nach Angaben des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW), auch auf Homepages von FPÖ-nahen Organisationen zur Demo aufgerufen wird, wie beispielsweise im Gästebuch der Homepage des Ringes Freiheitlicher Jugend in Kärnten. Weiter kündigt das FPÖ-Organ Wiener Freie Zeitung eine Veranstaltung mit einem bekannten Rechtsextremisten in Wien an. Ellensohn: "Da passt es ins Bild, dass sich der stellvertretende Vorsitzende der FPÖ-Wien in der jüngsten Ausgabe der rechtsextremen Zeitschrift Aula selbst als ‚verlässlicher Partner' der Aula bezeichnet hat."

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