LH Haider: Kärntens Schulstruktur bleibt nahezu unverändert

Sieben Exposituren, Auflassung zweier Standorte auf Wunsch der Gemeinden - Hoffnung auf mehr Finanzmittel vom Bund

Klagenfurt (LPD) - Die Kärntner Schulstruktur bleibt im wesentlichen unverändert. Das gab heute Schulreferent Landeshauptmann Jörg Haider für das kommende Schuljahr bekannt. Seitens des Landes werde keine Schule geschlossen und dies trotz des großen Schülerrückgangs von rund 1000 SchülerInnen. Ursprünglich war von elf Standort-Auflassungen die Rede gewesen.

Insgesamt können sieben Volksschulen (Birnbaum, St. Lorenzen/Les., Radsberg, Windisch Bleiberg, Apriach, Kaning und Pölling) mit sehr niedrigen Schülerzahlen als Exposituren von anderen Volksschulen weitergeführt werden. Zwei Volksschulstandorte werden von den jeweiligen Gemeinden auf deren Wunsch hin und im Einvernehmen mit den betroffenen Eltern aufgelassen, und zwar Bleiberg-Kreuth in der Gemeinde Bad Bleiberg und Leoben in der Gemeinde Krems. Die Gemeinden wollen damit eine bessere Schulorganisation erreichen.

Wie der Landeshauptmann betonte, habe man sich seitens des Landes grundsätzlich zur Erhaltung von Kleinschulen bekannt, um es den SchülerInnen zu ermöglichen, möglichst nahe oder im örtlich vertrauten Heimatbereich verbleiben zu können. Im übrigen sei es den Eltern vorbehalten, festzustellen und zu prüfen, ob es im jeweiligen speziellen Fall nicht doch pädagogisch vernünftiger wäre, ihre Kinder einige Kilometer weiter zur nächsten Schule zu fahren, um dort einen qualitativ höherwertigen Klassenunterricht anstatt des Abteilungsunterrichts zu erhalten.

Insgesamt würde das Land Kärnten 27 Mio. Euro zusätzlich in die Erhaltung bzw. hohe Qualität des flächendeckenden Schulsystems investieren, erklärte der Schulreferent und wies darauf hin, dass es mit dem Bund diesbezüglich noch buchstäblich offene Rechnungen gebe. Er hoffe, dass Kärnten Geld erhalten werde, denn für die Bezahlung der Lehrer sei der Bund zuständig. Kärnten lege seine Schulsituation völlig offen, andere Bundesländer würden dies nicht in dieser umfassenden Form tun und hätten dennoch keine Probleme mit dem Bund, wünscht sich Haider mehr Transparenz hinsichtlich der Abrechnungsmodalitäten und entsprechende Fairness.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at/index.html

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0001