FP-Madejski(2): Lainzer-Tunnel – Kukacka, Strasser, Häupl am Zug

Drei Forderungen der Freiheitlichen für mehr Sicherheit

Wien, 19.08.03 (fpd) – Im zweiten Teil seines Pressegespräches schaltete sich heute der Planungs- und Verkehrssprecher der Wiener Freiheitlichen LAbg. Dr. Herbert Madejski erneut in die Sicherheitsdiskussion rund um den Lainzer-Tunnel ein. Um eine weitere Verzögerung mit neuer Planung und Bauverfahren zu verhindern, legte er ein Forderungspaket mit drei Punkten vor.

1. Mit relativ geringem Aufwand wäre es durch eine Neukonzeption der Schutzräume möglich, diese zu Zivilschutzräumen mit teilweisen Verbindungen zu "Zivilschutztunneln" mit großer Kapazität auszubauen. Damit wäre im Falle eines Unglücks garantiert, dass die flüchtenden Menschen in genügend großen Sicherheitsstollen Zuflucht finden können. Damit würde auch das große Defizit der Bundeshauptstadt bei Zivilschutzräume etwas abgebaut werden.

Die Verantwortung in dieser Frage liegt zu gleichen Teilen bei Bund und Land. Neben dem Innenminister als Zivilschutz-Verantwortlichen und dem für ÖBB-Belange verantwortlichen Staatssekretär Kukacka ist Wien als Gemeinde für die Vollziehung des Katastrophenschutzgesetz zuständig, um bestmögliche Sicherheitsstandards im Katastrophenfalle zu garantieren.

2. Ein weiterer Schritt in Richtung mehr Sicherheit ist die Forderung nach einer Garantie der ÖBB, dass im Tunnel kein Gegenverkehr mit Beteiligung von Personenzügen stattfindet (im Jahr 2007 wird eine entsprechende EU-Richtlinie kommen). Dies sei aufgrund der einröhrigen Tunnelvariante eine Notwendigkeit. Zudem müsse Zügen aus nicht brandhemmenden Materialien die Durchfahrt untersagt sein.

3. Zusätzlich müssen drei bis vier in sich abgeschlossenen Parallelstollen mit Zufahrtsmöglichkeit von außen gebaut werden, die im Notfall als Zivil- und Katastrophenschutzräume Zuflucht bieten könnten. Verantwortliche der HLAG haben in einem Gespräch die Errichtung dieser Stollen als problemlos bezeichnet.

Zur Klärung der Haltung von Staatssekretär Kuckacka stellte Madejski abschließend drei Fragen:

1.Sind Ihnen die Sicherheitsrisiken beim Lainzer-Tunnel bewußt? 2.Wollen Sie, dass die HLAG auf Veranlassung von Bürgermeister und Innenminister vergrößerte Zivilschutzräume und Parallelstollen baut? 3. Sind Sie dafür, dass in einröhrigen Tunneln kein Gegenverkehr mit Beteiligung eines Personenzuges stattfinden darf? (Schluß)am

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