Sima: Umweltministerium verwendet Fantasiezahlen

Wien (SK) Die vom Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft behaupteten Kosten für ein Pfandsystem bei Einweg-Getränkeverpackungen "entbehren jeglicher Grundlage", stellte SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima fest. Das Umweltministerium hatte am Montag Nachmittag in einer Aussendung von 255 Mio. Euro Kosten für die Haushalte gesprochen. Sima wirft dem Ministerium vor, mit "Fantasiezahlen" zu operieren. Denn laut einem gemeinsamen Bericht des deutschen Umweltministeriums und Landwirtschaftsministeriums belaufen sich die Gesamtkosten für die deutschen Haushalte auf 133 Millionen Euro jährlich. Pro Kopf entsteht eine durchschnittliche jährliche "Belastung" von 1,67 Euro. In Deutschland wird pro Einwegverpackung ein Pfand von einem Cent eingehoben. ****

Sima hat heute bereits in ihrer Pressekonferenz betont, dass das deutsche Modell wegen der administrativen Schwierigkeiten nicht als Vorbild dient. Sie bekräftigte am Nachmittag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst aber, dass es "völlig inakzeptabel ist, dass der Umweltminister zusieht, wie Mehrwegflaschen zum Exoten in den Regalen der Supermärkte wird".

Den Umweltminister fordert Sima auf, "seriöse Machbarkeits-und Kostenstudien in Auftrag zu geben, statt mit irgendwelchen Hausnummern hausieren zu gehen". (Schluss) wf

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