VP-Tschirf: Wiener SP-Alleinregierung hat in der "Causa Sofiensäle" Mitverantwortung!

Zeit für Kurswechsel im Umgang mit diesem historischen Bau!

Wien (VP-Klub): Anlässlich des zweiten Jahrestages des Brandes der Sofiensäle kritisierte heute der Landstraßer VP-Gemeinderat und Klubobmann der Wiener Volkspartei LAbg. Matthias Tschirf die bisherige Untätigkeit der Wiener SP-Alleinregierung. "Zwei Jahre sind seit dem Brand vergangen und die Verantwortlichen dieser Stadt haben bisher herzlich wenig beigetragen, um diesen brandgeschädigten Traditionsbau zu retten. Stattdessen wurde die ganze Zeit so getan als ob die Sofiensäle irgendwo auf dem Mond stehen. Das war und ist ein entwürdigender Umgang mit kulturellem Erbe", kritisierte Tschirf.

Die stetigen Verweise auf die angeblich alleinige Verantwortung des Bundesdenkmalamtes sind nach Ansicht des Landstraßer VP-Mandatars unzulässig. "Das ist nichts weiter als der plumpe Versuch, um von der eigenen Untätigkeit und Mitverantwortung abzulenken. Fest steht, dass gerade diese Bundesbehörde die Sofiensäle in den letzten beiden Jahren mit der Bestätigung des Denkmalsschutzes vor dem totalen Abriss bewahrt hat." Tschirf weiters : "Die Stadt Wien hingegen hat mehr als ein Jahr vergehen lassen, bevor sie überhaupt eine umfassende Begehung des brandgeschädigten Traditionsbaus einberief. Der Bescheid über die Errichtung der erforderlichen Schutzabdeckung wurde überhaupt erst im Juni dieses Jahres dem Eigentümer übermittelt."

Tschirf forderte weiters die überfällige Einberufung eines runden Tisches zur Causa Sofiensäle. Diesem Gremium sollten seiner Auffassung nach jeweils ein Vertreter des Bundesdenkmalamtes, der Stadt Wien, des Eigentümers, der Landstraßer Bezirksvorstehung und der Bürgerinitiative "Rettet die Sofiensäle" angehören. "In dieser Runde muss ein Maßnahmenkatalog erstellt werden. Wichtig ist vor allem die schleunige Errichtung einer Schutzabdeckung. Auch ein Fahrplan für den Wiederaufbau sollte konzeptioniert werden", so Tschirf.

Im Zusammenhang mit einem notwendigen Wiederaufbau plädierte der Landstraßer VP-Gemeinderat auch für eine Public Private Partnership. "Eine aktive Beteiligung der Stadt Wien bedeutet nicht automatisch die Beisteuerung von Geldmitteln. Vielmehr könnten auch langfristige Nutzungsverträge zwischen Eigentümer und öffentlicher Hand abgeschlossen werden. Im Rahmen der Wiener Festwochen könnten die Sofiensäle beispielsweise eine fixe Spielstätte werden "

Im Anschluss an die Pressekonferenz besichtigten Gemeinderat Matthias Tschirf und mehrere Medienvertreter die brandgeschädigten Sofiensäle. Dabei verlangte der Landstraßer VP-Gemeinderat auch das sofortige Einschreiten der mitverantwortlichen Wiener Baupolizei. "Teile der Fassade sind nicht mehr stabil. Muss denn erst wirklich etwas passieren, bevor die verantwortlichen Wiener Behören einschreiten?", fragte der Landstraßer Mandatar.

Und Tschirf abschließend :"Es existiert ein breites öffentliches Interesse am Wiederaufbau der Sofiensäle. Daraus ergibt sich auch eine politische Verantwortung für diese Wiener SP-Alleinregierung. Nach zwei Jahren des Zauderns und Zögerns ist es nun wirklich Zeit für einen radikalen Kurswechsel!"

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