LH Haider: Aufsichtsratsentscheidung im Fall Struzl genau überprüfen

Kärntner Landeshauptmann droht mit Strafanzeige

Klagenfurt (LPD) - Die Entscheidung des
voestalpine-Aufsichtsrates vom 8. August d. J., Vorstandvorsitzenden Franz Struzl trotz seines privaten Kaufs von 2800 Aktien der Weichenbaufirma VAE vor der Totalübernahme durch die voestalpine das volle Vertrauen auszusprechen, soll nun ein Nachspiel vor der Justiz haben. Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider lässt in der Causa eine Strafanzeige vorbereiten, sollten die Strafbehörden nicht von sich aus tätig werden. Scharf ins Gericht ging Haider heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Klagenfurt mit voestalpine-Aufsichtsratspräsidenten Rudolf Streicher und den ÖIAG-Vertretern Peter Michaelis und Rainer Wieltsch. Struzl sei "trotz Aktienkaufs durch Insiderwissen ein `Persilschein` ausgestellt worden". Das müsse Konsequenzen haben, so der Landeshauptmann.

In anderen Ländern hätte der Aktiendeal durch Insiderwissen strafrechtliche Relevanz gehabt, so Haider. In Österreich sei es mit der Aufsichtsratsentscheidung der voestalpine als Kavaliersdelikt behandelt worden. Haider sieht darin "ein Decken von strafrechtlichen Dingen." Daher solle die Rolle des Aufsichtsratspräsidiums aber auch die Rolle der ÖIAG-Vertreter im Aufsichtsrat genau durchleuchtet werden, forderte Haider. Es müsse verhindert werden, "dass modernes Ganoventum in staatsnahen Betrieben ermöglicht wird", so Haider. Sollten strafrechtliche Dinge gedeckt worden seien, so müsse auch in der ÖIAG "ausgemistet werden." Das könnte bis zu einer totalen Neubestellung des Aufsichtsrates führen, erklärte Haider. (Schluss)

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