ARBÖ: Rad gegen Auto - Wer ist schuld?

Wien (OTS) - Allein von Jänner bis Mai 2003 wurden 1.432 Radfahrer verletzt und 11 getötet. Gegenüber den Vorjahreswerten ist das ein Rückgang gegenüber einer dramatischen Entwicklung im Vorjahreszeitraum (1.640 Verletzte, 27 Tote).
Der ARBÖ listet die häufigsten Fehler der Rad- und Autofahrer auf und appelliert zu mehr Rücksichtnahme.

Für die Autofahrer ist es einfach: "Schuld sind immer die Radfahrer!" Und die Radler sind der Ansicht: "Schuld sind immer die Autofahrer." Vor allem Unkenntnis der Verkehrsregeln und "Besserwisserei" ergeben eine gefährliche Mischung für alle Verkehrsteilnehmer, so der ARBÖ.

Wenn Rücksichtslosigkeit, Egoismus und Aggressivität den Ton angeben, kann dies für Radler, Autolenker und Fußgänger gefährliche Verkehrssituationen ergeben. Viele Autolenker vergessen, dass Radfahrer genauso Anrecht auf die Benützung der Verkehrswege haben. Und viele Radfahrer sind der Meinung, dass sie sowieso "alles tun dürfen". Die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung "Nebeneinanderfahren erlaubt" und "Wahlrecht - Radweg oder Fahrbahn" betreffen jedoch nur Rennradfahrer bei Trainingsfahrten. Und Vorschlängeln an haltenden Fahrzeugen ist nur langsam und mit entsprechendem Sicherheitsabstand erlaubt.

Die häufigsten Fehler der Autofahrer:
* zu geringer seitlicher Sicherheitsabstand beim Überholen (richtig:
ein Meter plus gefahrene Geschwindigkeit in Zentimetern)
* Maßregeln von Radfahrern (Hupen, Schimpfen, "Schneiden", abruptes Abbremsen)
* schnelles Fahren auf Nebenstraßen und "Schleichwegen"
* kein Blinken beim Abbiegen
* blockieren von Radwegen

Die häufigsten Fehler der Radfahrer:
* überraschende Kurven- und Bremsmanöver
* zu hohe Geschwindigkeit auf Radfahrerüberfahrten und Engstellen
* fahren gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung
* langsames Nebeneinanderfahren auf stark befahrenen Straßen (provoziert unnötig)
* vorschlängeln an haltenden Fahrzeugen mit zu geringem seitlichen Sicherheitsabstand
* telefonieren während der Fahrt
* fahren und gleichzeitig Walkman hören
* kein Handzeichen beim Abbiegen
* keine ausreichende oder defekte Radbeleuchtung

Wenn jeder Autofahrer und jeder Radfahrer diese Fehler vermeidet, steht einem "verkehrsfriedlichen" Miteinander dieser beiden Verkehrsgruppen nichts mehr im Wege.

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