Haubner: Zu Hause alt werden können - eine Frage der Menschlichkeit

Kärnten beschreitet mit Pilotprojekt innovativen Weg

Wien (BMSG/OTS) - Daheim im Rahmen der Familie alt zu werden, ist die Wunschvorstellung der älteren Generation in Österreich. Tatsächlich ist auch die Umsorgungsleistung für pflegebedürftige Menschen in Österreichs Familien sehr tragfähig, denn über 80 % des Pflegebedarfs wird in den Familien abgedeckt, 15 % der älteren Menschen werden in Pflegeheimen betreut, 10 % ganz oder zusätzlich von sozialen Diensten. Immerhin bedürfen etwa 330 000 Menschen - das sind 4 % der Gesamtbevölkerung - einer ständigen Umsorgung, Tendenz steigend.

"Dieses Thema holt uns alle einmal ein, deshalb ist es besonders wichtig, die gelebte Generationensolidarität in den Familien auch für die Zukunft sicher zu stellen und zu unterstützen", stellt sich Sozialstaatssekretärin Ursula Haubner diesem Problem.

Kärnten hat auf Initiative des Landeshauptmanns Dr. Jörg Haider mit dem Landesseniorenbeauftragten Dr. Peter Harring ein innovatives Pilotprojekt entwickelt, welches u.a. darauf abstellt, die Familien in Ausstattung und Beratung insoferne zu unterstützen, als
das pflegegerechte Krankenbetten, sanitäre Einrichtungsgegenstände und Beratung für pflegende Angehörige dazu beitragen sollen, die Umsorgung und Betreuung pflegebedürftiger Familienmitglieder auch zu Hause professionell und möglichst lange leisten zu können. Eine eigene Plattform soll sich um die Weitergabe der entsprechenden Ausstattung kümmern. Darüber hinaus geht es auch darum, die Pflegeleistungen von Angehörigen sowohl sozial- als auch arbeitsrechtlich weiter auszubauen.

"Da treffen wir uns mit dem Land Kärnten in einem gemeinsamen Anliegen, denn auch seitens des Bundes unternehmen wir alle Anstrengungen, um betreuungsbedürftige Menschen ihrem Wunsch entsprechend möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung zu halten", so Haubner. Denn das würde auch auf die Gesundheit und Lebensqualität einen positiven Effekt ausüben. Überhaupt sei es wichtig, dass sich auch die jüngste Generation der heutigen fit- und fun-Gesellschaft mit der Realität des Alters, der Behinderung und der Gebrechlichkeit des Lebens auseinandersetzen müsse. Haubner hat der Kärntner Initiative volle Unterstützung zugesagt, weil sie sich durch dieses Pilotmodell Vorbildwirkung für ganz Österreich verspricht.

"Seitens des Ressorts forcieren wir selbst die Seniorensicherheit durch altersgerechte Wohnungsausstattung, unterstützen die pflegenden Angehörigen durch Beratung, Information und Qualifikation. Darüber hinaus bereiten wir auch direkt ältere Menschen auf den Übergang in den Ruhestand vor", bezieht sich Sozialstaatssekretärin Haubner auf Schwerpunkte des Sozialministeriums. Die weitere Zielrichtung der Seniorenpolitik müsse aber noch stärker in die von Kärnten aufgegriffene neue Richtung gehen, dass nämlich ältere Menschen so lange wie möglich mit vertrauten Menschen in vertrauter Umgebung verweilen und ihrem Alter gelassen ins Auge schauen können. (Schluss) bxf

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