Bollmann: "Drohungen des Betriebsrates gefährden AUA und heimische Wirtschaft"

Interessenvertreter orten Gefährdung der heimischen Wirtschaft und des Wirtschaftsstandortes Österreich und damit von Arbeitsplätzen

Wien (PWK 257) - Als "fahrlässige Gefährdung der heimischen Wirtschaft, des Wirtschaftsstandortes Österreich und der nationalen Luftfahrtlinie" bezeichnet Harald Bollmann, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich, das Vorgehen des AUA-Bordbetriebsrates im Zusammenhang mit den Gesprächen über die Kollektivvertragssituation in der AUA-Gruppe. "Während das Management dabei eine sanfte Landung im Auge hat, fliegt der Betriebsrat einen Crashkurs", umreißt der Interessenvertreter der heimischen Transportwirtschaft die Lage aus seiner Sicht.

Bollmann verweist dabei auf die ohnehin angespannte Lage der Zivilluftfahrt: "Die ausländische Konkurrenz lauert nur darauf, Strecken, die bisher auch von der AUA geflogen werden, für sich alleine zu haben." Und er sieht durch die vom AUA-Bordbetriebsrat ins Gespräch gebrachten Kampfmaßnahmen heimische Betriebe - und damit auch Arbeitsplätze - in Gefahr. "Am Wirtschaftsstandort Schwechat mit dem Flughafen und zuliefernden Unternehmen finden rund 11.000 Menschen Arbeit. Es handelt sich dabei um den größten Arbeitgeber in Niederösterreich." Weitere Befürchtungen betreffen den Aktienkurs der AUA in wirtschaftlich ohnehin nicht rosigen Zeiten.

Bollmann ortet beim AUA-Bordbetriebsrat einen gewissen Egoismus, "denn die Herrschaften, die jetzt so lautstark auf die Barrikaden steigen, haben durch die geplanten Vertragsänderungen nur wenig zu befürchten, da er nur neu eintretende Arbeitnehmer betrifft." Lauda Air- und Tyrolean-Piloten würden die Angelegenheit wesentlich differenzierter betrachten. Wie Wortmeldungen in den Medien zu entnehmen sei, hätte auch die österreichische Bevölkerung wenig Verständnis für die Protestmaßnahmen der gut dotierten AUA-Piloten, meint Bollmann abschließend.
(JR)

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