Onodi: Strasser ist offenbar nicht an Lösungen in der Flüchtlingsfrage interessiert

Gemeinsam erarbeitetes Konzept zielführender und notwendiger als reflexartige Schuldzuweisungen

St.Pölten (SPI) - Der tragische Zwischenfall im Flüchtlingslager und die daraus resultierende Unsicherheit auch bei der Bevölkerung Traiskirchens zeigen einmal mehr die Notwendigkeit einer besseren Flüchtlingsbetreuung in Österreich und damit das Versagen des Innenministeriums auf, so LHStv. Heidemaria Onodi. Es sei nicht das erste Mal, dass Innenminister Strasser zu einem traurigen Vorfall nichts anderes einfalle als reflexartige Schuldzuweisungen: "Sein unerklärbares Schüren von Vorurteilen gegen Tschetschenen durch vulgärpsychologische Wortmeldungen zeigt in Wahrheit nur, dass der Innenminister nicht einmal über Lösungen nachdenkt, um die Flüchtlingsbetreuung zu verbessern."

Fakt sei, dass im Lager Traiskirchen zu viele Menschen auf engem Raum wohnen. Gefragt sei im Interesse der Flüchtlinge, aber auch im Sinne der Bevölkerung Traiskirchens eine rasche Lösung im Sinne einer besseren Betreuung. Es grenze an Absurdität, auch nur darüber zu spekulieren, ob nicht noch mehr Insassen in Traiskirchen Platz hätten, während das Betreuungsangebot eingeschränkt wird. Der Innenminister wäre gut beraten, dafür zu sorgen, dass die Kontingente für Flüchtlingsbetreuung auch den Schlüsseln gemäß ausgeschöpft werden: "Während mit dem Stichtag 1. Juli 2003 in Strassers Heimatland NÖ 352 Flüchtlinge mehr zu versorgen waren als Kapazität vorhanden ist (1621 statt 1269), und auch in Wien und im Burgenland Überbelegungen zu verzeichnen waren, wurden die Kapazitäten in der Steiermark, in Kärnten, in Tirol und in Oberösterreich nicht ausgelastet." Dies sei mit Sicherheit auch keine Politik im Sinne Niederösterreichs, schloss LHStv. Onodi. (lk)

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