Grüne/Krismer: Bundesweite Verkehrsplanung statt "Fleckerlteppich"

"Verländerung" der ÖBB aus Sicht der NÖ Grünen nicht sinnvoll.

St. Pölten (Grüne) - "Eine Verländerung der Bundesbahnen ist aus Sicht der niederösterreichischen Grünen keine sinnvolle Variante. Eine bundesweite Infrastrukturplanung für die Schiene ist viel zu wichtig, als sie zum Spielball regionaler Interessen und Befindlichkeiten zu machen", so kommentierte die LTAbg. der Grünen, Helga Krismer, die jüngsten Vorschläge von ÖVP-Klubobmann Klaus Schneeberger. Dieser hatte in einem NÖN-Gespräch vorgeschlagen, man solle im Rahmen der ÖBB-Neuorganisation nach dem Vorbild der Bundesstraßen-"Verländerung" eine ÖBB-Infrastrukturgesellschaft im Miteigentum der Bundesländer schaffen. Krismer: "Selbstverständlich müssen die Bundesländer weiterhin in die Verkehrs- und Infrastrukturplanung massiv eingebunden werden. Eine vernünftige bundesweite Infrastrukturplanung kann aber weiterhin nur zentral erfolgen." Ansonsten drohe ein "verkehrstechnischer Fleckerlteppich", der mit Sicherheit nicht den Interessen der BahnfahrerInnen entspräche.

Dass die niederösterreichische ÖVP nun plötzlich ihre Liebe zur Bundesbahn entdeckt habe, sei zwar sehr erfreulich, aber wenig glaubhaft, so Krismer. "Bislang war seitens der niederösterreichischen ÖVP kein Aufschrei zu vernehmen, als eine Nebenbahn nach der anderen stillgelegt wurde. Warum das in Zukunft nun plötzlich anders sein sollte, wird Klubobmann Schneeberger erst erklären müssen." Wenn man in den letzten Jahren die Verkehrspolitik der NÖ-ÖVP verfolgt habe, sei vielmehr zu befürchten, dass es zu einer weiteren schleichenden Ressourcenverschiebung von der Schiene auf die Straße kommen würde, so die Landtagsabgeordnete abschließend.

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