AK-Analyse Reisebeschwerden: Zoff im Urlaub! (1)

Jeden zweiten Konsumenten störten dürftige Leistungen der Reiseveranstalter

Wien (AK) - Die schönste Zeit des Jahres war verpatzt, weil die Hotelunterbringung schlecht war - Baustellen im oder neben dem Hotel nervten ebenso wie Renovierungsarbeiten und folglich starker Lärm, oder das Essen passte nicht: Jeder zweite Konsument beklagte sich über mangelhaften Leistungen der Reiseveranstalter. Das zeigt eine AK-Auswertung von knapp 230 Beschwerden des VKI. Meist betrafen die Anfragen die Urlaubsländer Griechenland, Türkei und Spanien.

Die AK hat die ersten Urlaubsanfragen und -beschwerden von 227 KonsumentInnen, die sich im Juli an den Verein für Konsumenteninformation (VKI) wandten, ausgewertet. Die Anzahl der Beschwerden ist im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleich geblieben.

Jede zweite Beschwerde (134 KonsumentInnen) betraf mangelhafte Leistungen des Reiseveranstalters und der Fluglinien. Die Mängelliste ist lang: Meist (43 KonsumentInnen) wurde die schlechte Unterbringung kritisiert - Baustellen oder Renovierungsarbeiten im oder neben dem Hotel sowie starker Lärm. Außerdem fehlten oft zugesagte Freizeiteinrichtungen, wie zB Tennisplätze, Wellness-Angebote, Animationen oder ein Kinderclub. Beschwerden über die schlechte Verpflegung gab es auch, aber weniger als 2002. Algen im Meer oder Öl im Wasser trübten wiederum für andere Verbraucher den Badeurlaub. Es kam obendrein vor, dass das Gepäck überhaupt nicht kam oder verspätet folgte.

Jeder zehnte Verbraucher (25 KonsumentInnen) ärgerte sich wegen der überbuchten Quartiere. Das kam heuer häufiger vor als im Vorjahr. Auch Frühbucher waren davon betroffen. In der Regel erfuhren die Reisenden erst knapp vor der Abreise oder gar erst vor Ort von der Überbuchung. Die angebotenen Ersatzquartiere waren dann oft schlechter, weil sie zB 80 Kilometer vom gebuchten Ort entfernt lagen.

Rund 13 Prozent der Verbraucher informierten sich wegen Stornierungen. Meist wurde wegen der Höhe der Stornogebühren angefragt oder eine Überprüfung der Stornoabrechnung gewünscht. Davon erkundigte sich etwa jeder Dritte wegen Sicherheits- und Gesundheitrisken, wie zB SARS in China, Kanada und anderen asiatischen Staaten.

Gestiegen (13 Prozent) sind die Klagen über Flugverspätungen oder geänderte -zeiten.

Auch die Preise sorgten bei so manchen Konsumenten für Aufregung:
Aufzahlungen für bereits im Preis enthaltene Leistungen, wie zB Liegen, bis hin zu irre führenden Angaben in Sonderangebotsinseraten und Katalogen.

Darüber hinaus gab es noch sonstige Anfragen beispielsweise wegen Einhebung einer Beratungsgebühr oder Schwierigkeiten bei der Umbuchung von Flugtickets.

Die meisten Beschwerden betrafen Gulet Touristik, Neckermann und ITS-Billa Reisen. (Forts.)

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