Die Stadt Wien fördert den Klimaschutz

Klimafreundliche Behaglichkeit

Wien (OTS) - Das Verbrennen fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Erdgas - sei es zur Stromerzeugung oder zum Heizen - setzt große Mengen an Kohlendioxid (CO2), dem mengenmäßig wichtigsten Treibhausgas, frei und trägt wesentlich zur Erhöhung des Treibhauseffektes bei. Um die negativen Auswirkungen des Treibhauseffektes, wie häufigere extreme Wettersituationen (z.B. Hagel, Dürre, sintflutartige Regenfälle, Stürme) in den Griff zu bekommen, ist es notwendig, so rasch wie möglich die vom Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen deutlich zu reduzieren. Dies ist nur durch partnerschaftliches Verhalten aller Beteiligten - Politik und Verwaltung, sowie das eigene Verhalten jeder/s Einzelnen -möglich.

Bei gleichem Komfort weniger Energie verbrauchen - die klimafreundlichste Alternative

Dazu kann jede/r Einzelne sehr viel beitragen - ganz einfach indem man: z.B. in der Heizperiode - die ganz gewiss wieder kommt, wenn’s auch momentan nicht so aussieht - die Raumtemperatur um 1 Grad niedriger hält, beim Lüften die Fenster bei abgedrehter Heizung wenige Minuten ganz öffnet (statt die Fenster ständig gekippt zu halten), duscht statt badet, Wassersparer oder wassersparende Armaturen im Badezimmer einbaut (um den Wasser- und Energieverbrauch beim Händewaschen und Duschen zu reduzieren) und Zähneputzen und Rasieren nicht bei munter weiter fließendem Wasser besorgt. Eigenheim-Besitzer/innen können viel Heizenergie z. B. durch richtiges Dämmen, sowie durch den Einbau von Wärmeschutzfenstern und das richtige Dimensionieren des Heizkessels sparen. Dies schont nicht nur das Klima, da ein geringerer Energieverbrauch geringere Emissionen an Treibhausgasen mit sich zieht, sondern auch die Brieftasche. Diese und weitere Tipps gibt es bei der Klimaschutzkoordinationsstelle unter Tel:4000-75084 (Frau Köppl) oder im Internet unter http://www.wien.at/umwelt/klimaschutz .

Förderungen für klimafreundliche Behaglichkeit

Für Energiesparmaßnahmen, wie die richtige Dämmung und der Einbau von Wärmeschutzfenstern gibt es finanzielle Anreize seitens der Stadt Wien.

o Förderungen von Sanierungsmaßnahmen im Wohnungsaltbau an und in Gebäuden, sowie innerhalb von Wohnungen. Klimaschutzrelevante Maßnahmen werden mitgefördert, jedoch steht die Wohnungsverbesserung im Vordergrund. Beispiele sind der Einbau von Wärmeschutzfenstern, die Wärmedämmung von Fußböden über Kellern oder offenen Einfahrten, die Dämmung der obersten Geschossdecke (zum Dachboden), die Anbringung von Wärmedämmfassaden und der Anschluss an Fernwärme. Weitere Auskünfte: MA50 Telefon (++43 1) 4000-74860 Montag bis Freitag 8 bis 13 Uhr, post@m50.magwien.gv.at und im Internet unter: http://www.wien.gv.at/ma50st/whgverb.htm o Öko-Förderung für den Neubau: Seit 31.3.2003 gibt es eine Förderung für die Errichtung von Kleingarten-Wohnhäusern sowie Ein- und Zweifamilienhäusern in Niedrigenergie- und Passivhausstandard. Bei einem Niedrigenergiehaus liegt der Heizenergiebedarf deutlich niedriger als bei "herkömmlichen" Gebäuden. Das Passivhaus ist jedoch die klimafreundlichste Variante. Sein Heizwärmebedarf liegt mit 15 kWh/m2/Jahr um 80 Prozent unter dem Wert herkömmlicher Gebäude. Die Heizlast beträgt maximal 10 Watt/m2. Das bedeutet, dass ein Zimmer in einem Passivhaus bereits mit der Wärme von zwei Glühbirnen beheizt werden kann. Weiter Auskünfte: MA 25, Ing. Robert Täubl, Telefon (++43 1) 4000-90590 und im Internet unter: http://www.wien.gv.at/ma25/sonder.htm

Energie, die nicht eingespart werden kann, sollte möglichst klimafreundlich bereitgestellt werden. Auch dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die von der Stadt Wien gefördert werden. Am klimafreundlichsten sind erneuerbare Energieträger, wie Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme, für deren Nutzung auch Förderungen vorgesehen sind.

o Wiener Solarförderung: in Alt- und Neubauten, in Wohnbauten (Eigenheim bis Mehrfamilienhäuser) und Gewerbebetrieben wird der Einsatz von solarthermischen Anlagen zur Warmwasserbereitung mit und ohne Einbindung in das Heizsystem gefördert. Die Förderaktion ist derzeit bis 31.12.2004 befristet. Weitere Auskünfte: MA 25, Ing. Heinrich Zettler, Telefon (++43 1) 4000-90561

und im Internet unter: http://www.wien.gv.at/ma25/sonder.htm
o Biomasseförderung: Förderbar sind Holzvergaserkessel mit

Pufferspeicher, Hackschnitzel- und Pelletfeuerungen, sowie Kachelöfenhausheizungen, sowohl beim erstmaligen Einbau in ein neu errichtetes Gebäude, sowie als Ersatz für konventionelle Kessel, Öfen oder Elektroheizungen. Dies gilt sowohl für den Wohnungsalt- und -neubau, als auch für Einfamilienhäuser und Gewerbe- und Industriebetriebe. Die Förderaktion ist derzeit bis 31.12.2004 befristet. Weitere Auskünfte: MA 25, Ing. Wolfgang Mraz, Telefon (++43 1) 4000-90540 und im Internet unter: http://www.wien.gv.at/ma25/sonder.htm o Wärmepumpenförderung: Wärmepumpen nutzen die Wärme aus Luft, Wasser und Erdreich für die Warmwasseraufbereitung und Heizung. Gefördert wird die Installation von Wärmepumpen neu errichteten bei Ein- und Zweifamilien-, sowie Kleingartenwohnhäusern durch einen einmaligen, nicht rückzahlbaren Investitionskostenzuschuss. Die Förderaktion ist derzeit bis 31.12.2004 befristet. Weitere Auskünfte: MA 25, Ing. Robert Täubl, Telefon (++43 1) 4000-90590 und im Internet unter: http://www.wien.gv.at/ma25/sonder.htm

Sollte die Nutzung erneuerbarer Energieträger nicht möglich sein, ist Fernwärme die klimafreundliche Alternative. Bei gleichem Energiegehalt entstehen bei der Erzeugung von Fernwärme - nach den erneuerbaren Energieträgern - die geringsten Emissionen an Kohlendioxid. Der Anschluss an das Wiener Fernwärmenetz wird ebenfalls gefördert.

Fernwärmeförderung: Seit 23.4.2003 gibt es in Ergänzung zur bereits bestehenden Förderung des Fernwärmeanschlusses eine neue Förderaktion für den Anschluss zentral beheizter und dezentral beheizter Gebäude (Errichtung der Fernwärmeleitungen zu den Wohnungen und Einzelwohnungsanschluss).
Die Förderaktion ist derzeit bis Ende 2004 befristet.
Weitere Auskünfte: Informations- und Einreichstelle: MA 50 und MA 25

o Telefon (MA 50): (++43 1) 4000-74860, post@m50.magwien.gv.at Telefon (MA 25): (++43 1) 4000-74870, und im Internet unter: http://www.wien.gv.at/ma25/sonder.htm und http://www.wien.at/ma50st/fernwaerme/index.htm

(Schluss) köp/mdkli

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Regina Köppl
MD-Klimaschutzkoordinationsstelle
Tel: 4000-75084
koe@mdk.magwien.gv.at

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