AK fordert "Aktion scharf" bei leicht verderblichen Waren

Goach: Lebensmittelagentur Gesundheitsreferat unterstellen

Klagenfurt(AK) AK-Präsident Günther Goach fordert die Marktämter und die Lebensmittelaufsicht des Landes auf, Hersteller von Lebensmitteln mit langen Verbrauchsfristen strenger zu kontrollieren. Eine "Aktion scharf" sei angesichts der haarsträubenden Ergebnisse bei faschiertem Fleisch dringend notwendig. Ein Lebensmitteltest der AK hat ergeben, dass jedes zweite Faschierte nicht in Ordnung ist. "Die Konsumenten müssen sicher sein, dass sie für ihr Geld auch einwandfreie Lebensmittel kaufen", fordert AK-Präsident Goach. Eine Maßnahme für mehr Lebensmittelsicherheit seien auf jeden Fall strengere Kontrollen und wirksame Strafen bei Verstößen.

Die Arbeiterkammer fordert: Die Lebensmittelaufsicht muss die Kühltemperaturen im Handel, aber

auch während des gesamten Vertriebs- und Transportweges wirksam kontrollieren.
Vor allem in der heißen Jahreszeit sollen Mindesthaltbarkeitsdaten und Verbrauchsfristen kürzer bemessen werden, damit sie für den Konsumenten eine realistische und zuverlässige Information bilden. In der allgemeinen Hygieneverordnung muss festgehalten werden, dass die vorgeschriebenen Lagertemperaturen als maximale Produkttemperatur zu verstehen sind. Nur so kann Qualität und Haltbarkeit der Produkte ausreichend gesichert werden.
Die Arbeiterkammer begrüßt in diesem Zusammenhang die vom Land angekündigte Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Lebensmittelsicherheit ab dem Jahr 2004. "Wir haben seit Jahren gefordert, dass die Zuständigkeiten für die Lebensmittelsicherheit an einer Stelle gebündelt werden müssen", betont Goach.
Allerdings tritt die Arbeiterkammer dafür ein, dass das Kompetenzzentrum dem Gesundheits- und nicht dem Agrarreferat unterstellt werden muss. "Einerseits hat Ernährung mit Gesundheit zu tun. Andererseits ist für eine unabhängige Ausübung der Aufgaben eines Zentrums für Lebensmittelsicherheit auch entsprechende Distanz zu den Erzeugern notwendig", begründet Goach die AK-Forderung. Auch in den Städten müssten in der Folge die Marktämter den Gesundheitsreferaten unterstellt werden, sagt die AK.****

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