Bruno Ganz in St. Petersburg als Adolf Hitler vor der Kamera

Drehstart zur ORF-kofinanzierten Eichinger-Produktion "Der Untergang"

Wien (OTS) - Straßenschlachten in St. Petersburg sind in den nächsten Wochen zu erwarten: Nicht politische Unruhen sind der Grund, sondern die Filmdreharbeiten zu einer internationalen Großproduktion der Superlative, an der auch der ORF beteiligt ist. Gestern fiel in der russischen Metropole die erste Filmklappe zu "Der Untergang", einem Film über den Zusammenbruch des Dritten Reiches. Nach namhaften Produktionen wie "Der Name der Rose", "Die unendliche Geschichte", "Last Exit to Brooklyn" oder "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" produziert der Filmallrounder und Constantin-Film-Gründer Bernd Eichinger diesen außergewöhnlichen Streifen, zu dem er auch selbst das Drehbuch verfasste. Dieses basiert auf dem gleichnamigen Buch des Hitler-Biografen Joachim Fest sowie den Aufzeichnungen "Bis zur letzten Stunde" von Hitlers Privatsekretärin Traudl Junge. Die Aufarbeitung des wohl tragischsten Kapitels der europäischen Geschichte ist hochkarätig besetzt: Iffland-Ring-Träger Bruno Ganz spielt Adolf Hitler, Traudl Junge wird von Alexandra Maria Lara dargestellt, Juliane Köhler gibt Eva Braun, Ulrich Noethen wird als Himmler zu sehen sein, Ulrich Matthes als Goebbels und Corinna Harfouch als dessen Frau Magda, Götz Otto spielt Otto Günsche, Thomas Kretschmann stellt Hermann Fegelein dar und Heino Ferch wird als Albert Speer zu sehen sein. Die oberösterreichische Burgschauspielerin Birgit Minichmayr mimt Hitlers zweite Sekretärin Gerda Christian. Der zweite Österreicher im Team ist der Steirer August Schmölzer. Regie führt der Thriller-Spezialist, Grimme-Preisträger und Gewinner des Bayerischen Filmpreises Oliver Hirschbiegel ("Das Experiment"). "Der Untergang" wird voraussichtlich am 16. September 2004 in die Kinos kommen, eine zweiteilige Fernsehadaption soll im Jahr 2005 - anlässlich der 60. Wiederkehr des Endes des Naziregimes - zu sehen sein.

"Ein gigantischer Kollaps"

Produzent und Drehbuchautor Bernd Eichinger über seinen jüngsten Film: "Die letzten Tage des Dritten Reiches beschreiben nicht nur einen gigantischen Kollaps. Sie offenbaren in ihrer Verdichtung alle Mechanismen des Regimes und dessen Wahn, die zu diesem Zusammenbruch geführt haben." "Der Untergang" schildert die historischen Ereignisse aus Traudl Junges Sicht: die Schlussphase des Krieges - von der Schlacht um Berlin, den Selbstmorden Hitlers, der Familie Goebbels und unzähliger anderer im Bunker unter der Neuen Reichskanzlei sowie dem teilweise heldenhaften Überlebenskampf der Berliner Zivilbevölkerung. Die im vergangenen Jahr verstorbene Zeitzeugin sprach noch kurz vor ihrem Tod in André Hellers und Othmar Schmiderers preisgekröntem Film "Im totel Winkel", den der ORF 2002 zeigte, über ihren Alltag an der Seite des Führers.

Gedreht wird "Der Untergang" aus architektonischen Gründen zur Hälfte im russischen St. Petersburg, an Außenmotiven, an denen u. a. die Schlacht um Berlin mit großer Authentizität nachempfunden werden kann. Ende September zieht die Filmcrew nach München, um bis Mitte November 2003 in den Bavaria-Studios u. a. die Ereignisse in Hitlers Führerbunker zu drehen. Regisseur Oliver Hirschbiegel beschreibt sein jüngstes Projekt als "die mit Sicherheit größte Herausforderung meines bisherigen Schaffens. Nicht zuletzt deswegen freue ich mich sehr auf diese Arbeit."

Dem Thema Drittes Reich widmet sich auch Jo Baiers neuester vom ORF koproduzierter Film "Stauffenberg", der ab 19. August gedreht wird:
Im Mittelpunkt steht das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944.

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