Filmfabrik ORF: Hochbetrieb am Set

Neue österreichische Filmauftrags- und Koproduktionen

Wien (OTS) - Schauspielgrößen wie Christiane Hörbiger, Götz George, Tobias Moretti, Veronica Ferres, Maximilian Schell, Bruno Ganz und Heidelinde Weis stehen für den ORF vor der Kamera. Trotz Ferienzeit und Sommerhitze arbeitet die ORF-Filmfabrik auf Hochtouren. Eine Vielzahl neuer österreichischer Filme -ORF-Auftragsproduktionen sowie Koproduktionen mit Partnersendern -werden in den kommenden Wochen und Monaten realisiert, um großteils im Programmjahr 2004 im ORF auf Sendung zu gehen. Das ORF-Publikum erwarten unterhaltsame TV-Abende mit dramatischen Historienfilmen, modernen Literaturverfilmungen, romantischen Komödien, bewegenden Liebesgeschichten und spannenden Krimis.

Durch Koproduktionen ORF-Wirkung maximieren

ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis setzt verstärkt auf Filmkoproduktionen: "Die Wirkung unserer Mittel maximieren, das ist die Leitlinie, unter der die Investitionen der ORF-Hauptabteilung Fernsehfilm für das nächste Halbjahr stehen: kleine, aber entscheidende Spitzenfinanzierungen für große Produktionen mit einem sichtbaren österreichischen Element einerseits, substanzielle Beiträge für Koproduktionen mit deutschen Partnersendern andererseits. Dabei legen wir Wert auf die redaktionelle und inhaltliche Federführung des ORF, die Durchführung durch heimische Produktionsfirmen und die wesentliche und sichtbare Präsenz österreichischer Schauplätze, Autoren, Schauspieler und Regisseure. Wo ORF draufsteht, muss auch ORF drinnen sein. Daran misst sich das Ausmaß unserer Beteiligung."

Tobias Moretti, Veronica Ferres und Maximilian Schell in Mankell-Verfilmung von Urs Egger

Während die Dreharbeiten zur BR/ORF-Koproduktion "Glashimmel" und zum ORF-Mitterer-Krimi "Der Wächter der Quelle" demnächst abgeschlossen werden - der ORF berichtete bereits über beide Filme - begann die LISA-Film des Kärntner Filmproduzenten Karl Spiehs in Zusammenarbeit mit ORF und ARD am Samstag, dem 9. August 2003, mit der Verfilmung des Henning-Mankell-Romans "Die Rückkehr des Tanzlehrers". Die zweiteilige TV-Adaption des schwedischen Krimibestsellers, zu der der Amerikaner Donald Bohlinger (mit dem Bayerischen Filmpreis für "Das Experiment" ausgezeichnet) das Drehbuch verfasste, ist hochkarätig besetzt: Unter der Regie von Urs Egger ("Opernball", "Epsteins Nacht") stehen u. a. die amtierenden "Jedermann"-Kollegen "Teufel" Tobias Moretti und "Buhlschaft" Veronica Ferres, weiters Oscar-Preisträger Maximilan Schell, Werner Prinz, Matthew Marsh, Michael Byrne, John Wood u. v. a. vor der Kamera von Martin Kukula ("Good Bye Lenin"). Das niederösterreichische Waldviertel wird zu Nordschweden, auch Schauplätze in Wien dienen als schwedische Kulisse. Bestimmte Szenen werden tatsächlich in Schweden gedreht. Die Dreharbeiten sind bis 20. Oktober angesetzt.

Österreichisch-ostdeutsche Liebe zwischen Eva Herzig und Sylvester Groth

Heute fiel die erste Klappe zur österreichisch-deutschen Koproduktion "Ein glücklicher Tag". Der Film erzählt die Liebesgeschichte zwischen einer Österreicherin und einem Ostdeutschen, die vor und nach dem Berliner Mauerfall spielt. Die Steirerin Eva Herzig ("Die Pferdefrau") und ihr deutscher Partner Sylvester Groth (zuletzt im ORF als Profiler in "BBA - Der Briefbomber" zu sehen) stehen als Filmpaar vor der Kamera. In weiteren Rollen agieren unter der Regie von Paul Hengge, der auch das Drehbuch verfasste, Josefstadt-Star Herbert Föttinger, die österreichische Grande Dame Susi Nicoletti, die am 3. September ihren 85. Geburtstag feiert, Mercedes Echerer u. v. a. Gedreht wird die ORF/NDR-Koproduktion anfangs in Linz, danach zieht das Filmteam nach Berlin. Die letzte Klappe fällt voraussichtlich am 15. September.

Neue Filme aus dem ORF/BR-"Alpenfilmpaket": Literaturverfilmungen nach Susanne Rasser und Robert Musil

Nach Motiven der Erzählung "So als ob" der Rauriser Autorin Susanne Rasser dreht Regisseurin Susanne Zanke voraussichtlich ab 2. September einen modernen Heimatfilm, der derzeit den Arbeitstitel "Bauernprinzessin" trägt. Die konfliktreiche Generationengeschichte einer Bergbauernfamilie aus dem Pinzgau ist - nach "Franz und Anna", "Tauerngold" und "Jennerwein" - nun die vierte Produktion des zwischen ORF und BR vereinbarten "Alpenfilmpakets". Es spielen u. a. Sissy Wolf und Günther Maria Halmer. Gedreht wird bis voraussichtlich Mitte Oktober im Salzburger Pinzgau.

"Alpenfilm" Nummer fünf steht voraussichtlich ab Oktober auf dem ORF-Drehplan: "La Grigia" heißt die Verfilmung des gleichnamigen Werks des Romanciers, Dramatikers und Essayisten Robert Musil. Das Drehbuch zum Film verfasste Peter Stefan Jungk, inszenieren wird es der Schauspieler und Regisseur Christoph Waltz. Die Besetzung ist noch offen.

Zwei internationale Großproduktionen über das Ende des Dritten Reichs

Dem Abschluss eines dunklen Kapitels europäischer Zeitgeschichte widmen sich zwei internationale Großproduktionen, die ab Mitte August gedreht werden: Das Ende des Dritten Reichs steht im Mittelpunkt der Historienfilme "Der Untergang" (ab heute) und "Stauffenberg" (ab 19. August), die beide mit Beteiligung des ORF entstehen.

"Der Untergang" ist eine Kinoproduktion von Filmallrounder und Constantin-Film-Gründer Bernd Eichinger ("Der Name der Rose", "Die unendliche Geschichte"): Der Streifen, zu dem Eichinger selbst das Drehbuch verfasste, erzählt vom Zusammenbruch des NS-Regimes -beginnend mit dem Attentat auf Adolf Hitler im April 1944 auf der Wolfsschanze - und den letzten Monaten Hitlers im Bunker, die mit dessen Selbstmord im Mai 1945 endeten. Das Drehbuch zu dieser Koproduktion von u. a. Constantin Film, Eos Film, ARD und ORF basiert auf dem gleichnamigen Buch des Hitler-Biografen Joachim Fest sowie den Aufzeichnungen "Bis zur letzten Stunde" von Hitlers Privatsekräterin Traudl Junge. Die mittlerweile verstorbene Zeitzeugin sprach noch kurz vor ihrem Tod in André Hellers und Othmar Schmiderers preisgekröntem Film "Im totel Winkel", den der ORF 2002 zeigte, über ihren Alltag an der Seite des "Führers". Inszeniert wird "Der Untergang" von Oliver Hirschbiegel ("Das Experiment"). Die Besetzungsliste liest sich wie das Who is who aus Film und Theater:
Neben Bruno Ganz als Hitler und Alexandra Maria Lara als Traudl Junge spielen weiters Größen wie Corinna Harfouch und Ulrich Matthes die Rollen von Magda und Joseph Goebbels, Juliane Köhler als Eva Braun, Ulrich Noethen als Heinrich Himmler und die oberösterreichische Burgschauspielerin Birgit Minichmayr Hitlers zweite Sekretärin Gerda Christian. Der zweite Österreicher im Team ist der Steirer August Schmölzer. Weitere bekannte Namen auf der Besetzungsliste: Michael Mendl, Matthias Habich, Heino Ferch und Anna Thalbach. Gedreht wird "Der Untergang" aus architektonischen Gründen zur Hälfte im russischen St. Petersburg. Die weiteren Dreharbeiten, die bis 14. November angesetzt sind, finden in München statt. Neben dem Kinofilm - Kinostart ist im Herbst 2004 - wird eine zweiteilige Fernsehadaption hergestellt, die im Jahr 2005 anlässlich der 60. Wiederkehr des Endes des Naziregimes zu sehen ist.

Dem Thema Drittes Reich, explizit dem Hitler-Attentat im Führerhauptquartier Wolfsschanze vom 20. April 1944, widmet sich auch der Fernsehfilm "Stauffenberg" des auf historische Stoffe spezialisierten Autors und Regisseurs Jo Baier ("Schwabenkinder"). Der Film befasst sich mit dem vom Widerstandskämpfer Claus Schenk Graf von Stauffenberg initiierten Aufstand gegen Hitler und dem von Stauffenberg persönlich durchgeführten, erfolglosen Bombenattentat auf der Wolfsschanze. Die Dreharbeiten zu dieser Koproduktion von SWR, WDR, RBB, ORF und Teamworx starten am 19. August und sind bis 7. Oktober geplant. Gefilmt wird in Berlin und Umgebung, Köln und Spanien. In der Titelrolle wird Sebastian Koch ("Der Tunnel", "Tauerngold") vor der Kamera stehen, an seiner Seite spielen Ulrich Tukur, Christopher Buchholz, Hardy Krüger jr., Axel Milberg, Burgschauspieler Joachim Bissmeier, Udo Schenk, Olli Dietrich u. v. a. ORF-TV-Kommissar Harald Krassnitzer spielt einen NS-General. Der Sendetermin von "Stauffenberg" ist für 2004 geplant.

Turbulente Komödien mit Christiane Hörbiger, Götz George, Heidelinde Weis, Elisabeth Lanz u. a.

Turbulent, (tragi)komisch, romantisch und besinnlich wird es in einer Reihe von Komödien, die der ORF ab September koproduziert: Zwei der absoluten Fernsehstars des deutschen Sprachraums, Christiane Hörbiger und Götz George, sind die Protagonisten einer temporeichen Komödie über einen verwickelten Erbschaftskrieg. Das Exehepaar Viktor und Viktoria muss viele Rätsel lösen, um an ein beträchtliches Vermögen zu kommen. Klar, dass die alten Gegensätze aufeinander prallen, auch die Sympathie, die eigentlich über all die Jahre nicht ganz versiegt ist. "Blatt und Blüte" heißt der ebenfalls von ORF und MDR koproduzierte Streifen, den Krimispezialist Michael Kreindl in Szene setzen wird. Das Drehbuch schrieb Susanne Freund ("Zwölfeläuten"). Gedreht wird voraussichtlich ab Ende September an Wiener Schauplätzen.

Ebenfalls von einer Erbschaft handelt die Charakterkomödie "Felice" (Arbeitstitel) von Uli Brée, die Regisseur Holger Barthel (dreht derzeit für den ORF "Der Wächter der Quelle") voraussichtlich ab Oktober verfilmen wird. Die ORF-Koproduktion mit DEGETO/ARD erzählt von der Wiener Buchhändlerin Felice, deren Leben sich durch eine Testamentseröffnung schlagartig ändert. Der verstorbene Vater ihrer noch minderjährigen Tochter Lilli, der sie einst schwanger im Stich gelassen hatte, hat Lilli seine Reederei vererbt und Felice bis zur Volljährigkeit der Tochter zur Verwalterin gemacht. Keine Frage, dass die Hamburger Verwandtschaft diese Entscheidung nicht so einfach hinnimmt. Gedreht soll in Wien und Hamburg werden.

Filmtestament Nummer drei kommt in der ORF/SAT.1-Koproduktion "Familie gesucht" zum Tragen. Dieses enthält die Klausel, dass der Erbe nur in Genuss des Vermögens kommt, wenn er eine Familie und einen Stammhalter nachweisen kann. Urs Egger wird das Drehbuch von Elfriede Hammerl verfilmen, das aus einem windigen Charakter letztendlich einen verantwortungsvollen Menschen macht. Die Besetzung des Films steht noch nicht fest.

"Lotti auf der Flucht" lautet der Arbeitstitel einer ORF/MDR-Produktion, die ab Mitte September in Wien und an der Elbe gedreht wird. Der Fernsehfilm erzählt eine turbulente Mutter-/Tochter-Geschichte, in der die TV-Lieblinge Heidelinde Weis und Elisabeth Lanz unter der Regie von Peter Weissflog vor der Kamera stehen werden. Die kurz vor ihrer Hochzeit stehende besorgte Tochter Lieselotte folgt ihrer Mutter Lotti nach Deutschland, wo diese ihrer großen Jugendliebe, einem Elbe-Schiffer, auf der Spur ist. Wie das Schicksal es will, ist danach alles anders als zuvor. Das Drehbuch zum Film schrieb das serienerprobte Duo Katharina Hajos und Constanze Fischer.

Komisch, turbulent, aber auch besinnlich geht es in der ORF/ZDF-Weihnachtskomödie "Der Weihnachtshund" zu, die voraussichtlich ab November dieses Jahres gedreht werden soll. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des Journalisten und Autors Daniel Glattauer und erzählt - nach einem Drehbuch von Niki List -die skurrile Geschichte des Paares Max und Katrin, das im wahrsten Sinne des Wortes auf den Hund kommt. Max will Weichnachten, der für ihn schlimmsten Zeit des Jahres, Richtung Süden entfliehen. Das einzige Hindernis stellt sein Hund Kurt dar, der während seines Urlaubs einen Aufpasser braucht. Auf seine Online-Annonce meldet sich Katrin, die Weihnachten ebenfalls hasst und dem leidigen Familienfest aus dem Weg gehen möchte. Im Hundesitting sieht sie ihre Chance für eine perfekte Entschuldigung, denn ihr Vater bekommt hysterische Anfälle, wenn er Hunde sieht. Eine turbulente Geschichte beginnt -und es kommt alles anders als geplant. Besetzung und Regie für den "Weihnachtshund" sind noch nicht fixiert. Gedreht wird u. a. in Wien.

Krimispannung Marke Hinterberger: Trautmann ermittelt wieder!

Nach bereits fünf gelösten Kriminalfällen (TV-Premiere von Fall fünf "Das Spiel ist aus" steht noch auf dem ORF-Programm 2003) gibt es wieder Arbeit für Inspektor Trautmann alias Wolfgang Böck. Zwei neue ORF-"Trautmann"-Krimis aus der Feder von Ernst Hinterberger und Regisseur Thomas Roth werden voraussichtlich ab Anfang September in Wien und Umgebung gedreht. "Alles beim Alten" ist der Arbeitstitel von Folge sechs, am Buch von Folge sieben wird noch geschrieben. An Böcks Seite werden wieder Monica Weinzettl und Simon Schwarz ermitteln. Ein Wiedersehen gibt es auch mit Erwin Steinhauer als skrupellosem Nationalratsabgeordneten.

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