Präs. Mag.Gumpinger: Stabilisierung des Generationenvertrages durch Familienstimmrecht

Familienstimmrecht muss im Verfassungskonvent diskutiert werden

Linz (OTS) - Die demographische Entwicklung in Österreich wird den Generationenvertrag auf eine harte Probe stellen. Die zukünftigen Probleme werden nur dann bewältigbar sein, wenn auch die junge Generation berücksichtigt und Kindern und den sie großziehenden Eltern ein ihrer Bedeutung angemessener Stellenwert eingeräumt wird. Die Einführung eines Familienstimmrechtes wäre eine angemessene Massnahme, sagte heute der Präsident des Österreichischen Familienbundes LAbg. Mag.Otto Gumpinger.

In Zukunft werden 40% der Wahlberechtigten Senioren sein, was naturgemäß dazu führen wird, dass auch vornehmlich die Interessen der älteren Generation von der Politik wahrgenommen werden. Dies wird langfristig zu einer schweren Belastung des Generationsvertrages führen, da Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren- deren Zukunft es zu gestalten gilt, generell ein Einfluss auf die Ausübung der Staatsgewalt versagt bleibt. Mit einem Familienstimmrecht - das heißt Eltern können von Geburt ihrer Kinder an auch für ihre Kinder eine zusätzliche Stimme abgeben, würden die Interessen von Familien auch für die Politik einen neuen Stellenwert bekommen.

Wie Gumpinger weiter ausführte, fordere der Familienbund schon seit Jahren eine Diskussion über ein Familienstimmrecht. 1996 hat zu diesem Thema auch eine Enquete "Familien eine Stimme geben" veranstaltet vom Familienbund, stattgefunden. "Nachdem in Deutschland nun als Vorreiter bereits ein über alle Parteigrenzen hinausblickender Antrag in den Bundestag eingebracht wird, wäre es in Österreich an der Zeit das Familienstimmrecht im zur Zeit tagenden Verfassungskonvent ernsthaft zu diskutieren,"schloss Gumpinger.

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