Österreichische Innovationen in der Berufsbildung von EU gefördert

4,2 Mio. Euro für zwölf Entwicklungsprojekte

Wien (OTS) Einen großen Erfolg kann Österreich im Rahmen des EU-Programms LEONARDO DA VINCI verbuchen: 4,2 Mio. Euro an EU-Fördermittel werden nach Österreich fließen, das sind um rund 45% mehr als im Vorjahr. Damit werden im Rahmen länderübergreifender Partnerschaften europäische Berufsbildungsangebote, innovative Curricula und neue fachdidaktische Ansätze in den verschiedensten Berufsfeldern entwickelt. ****

"Österreich hat die geringste Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Das ist nur einer der Erfolge des österreichischen Systems der Berufsbildung. Auch die hohe internationale Anerkennung österreichischer Fachkräfte weist auf die hohe Qualität unserer berufsbildenden Schulen, Fachhochschulen, Universitäten und der Lehrlingsausbildung hin. Die zwölf von der EU geförderten Projekte, mit denen von Österreich aus europäische Innovationen in der Berufsbildung getragen und koordiniert werden, unterstreichen diese Anerkennung und tragen zur guten Ausbildung unserer Jugendlichen bei", erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer.

Wurden in den Vorjahren bereits jeweils 9 Initiativen gefördert, konnte diese Zahl aufgrund der hohen Qualität der Projektanträge weiter ausgebaut werden. An den insgesamt zwölf Projekten sind im Rahmen länderübergreifender Partnerschaften Organisationen aus bis zu elf Staaten beteiligt. Dem "Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen" wird mit drei speziellen Projekten Rechnung getragen, nämlich der Entwicklung eines Bildungs- und Berufsberatungsinstruments für gehörlose und schwerhörige Menschen ("VOGS-Vocatonale Guidance Standard Model for Deaf People in Europe"), der Entwicklung eines Ausbildungskonzepts "Integrative Berufsausbildung zum/zur Behindertenbetreuer/in - pädagogische/r Assistent/in" und dem Projekt "European Quality Management for Professional Working with Persons with Disabilities", in dem Instrumente zur Qualitätssicherung bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen entwickelt werden.

Die weiteren geförderten Projekte lauten:

"Vocational Qualification Transfer System" (System zur Übertragung und Anerkennung von beruflichen Qualifikationen im Bereich Maschinenbau)

"Berufliche Basisqualifikation für Jugendliche ohne Berufsausbildung" (Entwicklung eines Lernprogramms für 15- bis 25-Jährige, mit dem Basisqualifikationen für administrative Tätigkeiten vermittelt, Lernhemmnisse abgebaut und die Beschäftigungsfähigkeit erhöht werden sollen)

"Continuous Organisational Learning in Innovation and Companies" (Entwicklung bzw. Weiterentwicklung des Berufsbildes "Innovationsmanager" in lernenden Organisationen)

"Europäische Module für Entrepreneurship - Europäisches Netzwerk für Teaching Entrepreneurship" (Entwicklung eines entsprechenden didaktischen Konzepts vor allem für Jugendliche)

"Quality Manual for Educational Vocational Counselling" (Entwicklung eines praxisorientierten Online-Qualitätshandbuches für Bildungs- und Berufsberater)

"Gendermainstreaming Concept for IT Education" (Konzeption eines gendermainstreaming-gerechten Lehrganges zur verbesserten Integration von Frauen in IT-Berufen)

"Promoting ICT to Female Students" (Entwicklung von Modulen, die Mädchen nach dem Abschluss einer allgemein bildenden höheren Schule dazu motivieren sollen, eine tertiäre Ausbildung im IT-Bereich zu absolvieren)

"Clinical Research Physician" (Entwicklung eines europaweit vereinheitlichten Curriculums für die Ausbildung zum "Klinischen Prüfarzt", bestehend aus den Bereichen "Ethik und Recht", "Präklinik-Klinik" und "Studienplanung bzw. Biometrie")

"English for special Purposes: Chemistry" (Entwicklung fremdsprachlicher Unterrichtsmaterialien für einen Fernlehrkurs für die Fachsprache Chemie)

Weitere Informationen: www.leonardodavinci.at

Rückfragen & Kontakt:

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