Grüne Andersrum gegen herabwürdigende Aussagen von Bischof Krenn und NR-Präsident Kohl

Wien (Grüne) - Die "Grünen Andersrum", die Teilorganisation für Lesben, Schwule und Transgender der Grünen, weisen die herabwürdigenden Aussagen von Bischof Krenn in einem Interview vom 10. August aufs Schärfste zurück. Krenn greift darin nicht nur in unangemessener Form die profilierte Grünen-Politikerin Madeleine Petrovic an, die sich für eine positive Sicht der Homosexualität auch innerhalb der katholischen Kirche einsetzt, er spricht darin auch einem Teil der österreichischen Bevölkerung einen Teil die Menschenwürde ab.

"Lesben, Schwule und Transgender haben wie alle anderen das Recht, ihre Sexualität frei auszuleben, dieses als "widernatürlich" zu bezeichnen und sie als "ärmste Teufel" abzukanzeln, zeugt weder von christlicher Nächstenliebe noch von einer zeitgemäßen und toleranten Haltung", so die Sprecherin der "Grünen Andersrum" NRAbg. Ulrike Lunacek und weiter: "Krenns Aussagen spiegeln eine Menschenverachtung sondergleichen wieder. Ich kann nur hoffen, dass er sich mit derartigen Aussagen in der Meinung christlicher Menschen selbst ins Abseits stellt und dass keine Lesbe, kein Schwuler und auch ihre Verwandten und Bekannten Krenns Worten noch irgendeine Bedeutung beimessen."

In diesem Zusammenhang zeugt die Stellungnahme von Nationalratspräsident Andreas Khol zur Homo-Ehe ebenfalls von einer starren und rückwärtsgewandten Haltung der ÖVP in gesellschaftspolitischen Fragen und es bleibt zu hoffen, dass das angekündigte Antidiskriminierungsgesetz auch seinen Namen verdient.

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