Fiaker: Kabas fordert verpflichtende Überdachung oder Beschattung der Standplätze!

Gesetzesänderung notwendig, kurzfristig provisorische Lösung

Wien, 2003-08-11 (fpd) - Sowohl für die Fiaker wie auch ihr Pferde ist es nicht hinzunehmen, daß diese einen Standplatz zugewiesen erhalten, wo sie - etwa bei der Albertina oder am Heldenplatz - bei 50 Grad und mehr auf Kunden warten müssen. Dieser Misstand gehört schleunigst beseitigt, so heute der Obmann der Wiener Freiheitlichen Mag. Hilmar Kabas. ****

Es werfe auf unsere Stadt auch ein bezeichnendes Schlaglicht, wenn Hunderttausende Touristen mit ansehen müssen, wie Wien mit einer seine Parade-Institutionen umgehe. Ob hier die Kompetenz für eine zwingende Überdachtung oder Beschattung auf Bezirks- oder Gemeindeebene liegt, ist zweitrangig. Wichtig ist ein rasches Handeln. Die Stadtverwaltung muss schleunigst dafür Sorge tragen, dass Mensch und Tier nicht länger im täglichen Glutofen auf ihre Kunden warten müssen.

Im Wiener Fiaker- und Pferdemietwagengesetz ist im § 12 (3) festgehalten, "daß der Konzessionsinhaber die Zugpferde stets unter Beachtung der Vorschriften über den Tierschutz art-, rasse- und altersgerecht zu behandeln hat. Er hat dabei insbesondere die Vorschriften der Verordnung der Wiener Landesregierung über die Haltung von Pferden, LGBl. für Wien Nr. 51/1999, zu beachten". Diese schreibt nach § 23 (1) vor, "daß bei den Standplätzen von Zugpferden eine ausreichende und regelmäßige Versorgung der Tiere mit Trinkwasser sicherzustellen ist".

Die Verordnung der Wiener Landesregierung ist angesichts des Leids der Tiere überarbeitungsbedürftig. Dabei darf die Stadt Wien die Verantwortung für eine ausreichende Beschattung der Stellplätze jedoch nicht auf die Fiaker abschieben, die ja auch ohne die entsprechenden Bewilligungen keinen Sonnenschutz in größerer Dimension errichten dürfen. Dafür müssen schon Stadt oder Bezirk sorgen, forderte Kabas.

Überdachtungen bzw. Beschattungen hätten auch den Vorteil für Mensch und Tier, dass ein Regenguss einfacher verkraftet werden kann. "Jedenfalls ist es eine Schande sondergleichen, wie Wien mit seinen Fiakern bzw. Pferden umgeht. Ich erwarte mir von der Wiener Stadtregierung, daß sie sich der Beseitigung dieses Mißtandes annimmt und umgehend provisorische Schattenspender für Tier und Mensch auf den Fiaker-Standplätzen errichtet", so Kabas. (Schluß) HV

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