Großer Erfolg für das MAK Center for Art and Architcture, L.A. - "Schindler's Paradise - Architectural Resistance" Ausstellung in Los Angeles eröffnet.

Wien (OTS) - Mehr als 250 Gäste haben am Abend des 6. August 2003 im Garten des MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles an einer Diskussion über den Umgang mit avantgardistischer Architektur debattiert. Architekten, Journalisten, Künstler, Politiker und kulturengagierte Bürger nahmen an einem Roundtable Gespräch zur Eröffnung der Ausstellung "Schindler's Paradise - Architectural Resistance" teil. Anlass war die umstrittene Neubebauung des Nachbargrundstückes des Schindler House in West Hollywood. Ein einzigartiges Ensemble des austro-amerikanische Architekt, Rudolf M. Schindler, das in den frühen 20er Jahren als Wohnhaus und Studio entstand. Jetzt ist das auf Landschaft und Garten fein abgestimmte Haus durch Trivialisierung seiner unmittelbaren Umgebung in Gefahr.

"Was geht es das MAK Center an, wie auf dem Nebengrundstück gebaut wird?", "Warum kann auf dem Nebengrundstück nicht ein neutraler Block stehen, der als unauffälliger Hintergrund für das Architekturjuwel steht?", "Muss jeder Nachbar eines musealen Gebäudes mit diesem in Dialog treten?" Peter Noever Direktor des MAK in Wien, Gründer des MAK Center und Initiator der Aktion "Schindler's Paradise" , erläuterte auf Fragen wie diese die Einzigartigkeit des Gebäudes, dass wie nur wenige erhaltene Exemplare in der Welt den Charakter eines konsequent die Landschaft einbeziehende Baus darstellt und sich somit von jeder auswechselbaren Architektur entschieden abhebt.

Während Eric Owen Moss, der als Architekt selbst unter zwanzig Einreichungen in der Ausstellung einen Alternativvorschlag eingebracht hat, Noever beipflichtete und sich für eine radikale, ortbezogene Lösung aussprach, wie sie Schindler vor achtzig Jahren mit seinem experimentellen Bau auch gewagt hatte, präsentierte der Investor Richard Loring am Roundtable einen Gegenvorschlag des in Los Angeles lebenden irisch-stämmigen Architekten Lorcan O'Herlihy. Dessen Entwurf sei alles andere als langweilig. Schließlich lägen einige Wohneinheiten unter dem Grundstücksniveau, um in der Höhe das Schindler House nicht zu sehr zu überragen. Aber, es ginge ihm, Loring, nicht darum ein Paradigma für zukunftsorientiertes Bauen zu schaffen, sondern Architektur, die gutes Geld abwirft.

Rentabel sind auch sämtliche Vorschläge, die internationale Architekten auf Einladung des MAK Center erarbeitet haben. Aber mit entschiedenerem Engagement lassen sie sich auf den spezifischen Ort ein. Wenn dies nicht geschehe, so Peter Noever, ist Architektur keine Architektur. Eine Anlage, wie das Schindler House dürfe nicht von Wohnblöcken gerahmt werden, da sie sonst wie ein Museumsstück in einer Vitrine vegetiere. Daher "müssen wir eine Lösung finden, die im Dialog mit dem architektonischen Meisterwerk steht, sonst machen wir uns schuldig."

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