LR Wurmitzer bekräftigt Nein zur Seilschwebebahn im Nationalpark Hohe Tauern

Nationalparkreferent fürchtet um erfolgreiche Aufbauarbeit

Klagenfurt (LPD) - Sein klares "Nein" zum Bau einer
Seilschwebebahn von der Franz-Josefs-Höhe auf den Pasterzengletscher hat heute Kärntens Nationalparkreferent Landesrat Georg Wurmitzer bekräftigt. Bei einer Pressekonferenz mit Parkdirektor Peter Rupitsch zum Thema Nationalpark Hohe Tauern in Klagenfurt begründete Wurmitzer seine ablehnende Haltung damit, dass das Projekt Gletscherseilbahn die jahrelangen Bemühungen und die erfolgreichen Aufbauarbeiten im Nationalpark zunichte machen würde.

Für Wurmitzer wäre durch das Projekt auch der internationale Nationalparkstatus der Hohen Tauern nach den IUCN-Kriterien gefährdet. Und der angestrebte Status als UNESCO-Weltnaturerbe würde in unerreichbare ferne rücken, betonte der Nationalparkreferent. Wurmitzer hält alleine schon die Diskussion über eine Seilschwebebahn schädlich für das mühevoll aufgebaute Image der Marke Nationalpark Hohe Tauern.

Weiters betonte Wurmitzer, dass die Errichtung einer Seilschwebebahn im Sonderschutzgebiet ein katastrophales Signal für den Naturschutz sei. Dass auch die rechtlichen Rahmenbedingungen gegen eine technische Erschließung dieses so sensiblen Naturschutzgebietes sprechen, ist für Wurmitzer ein weiteres starkes Argument zur Ablehnung des Projektes: "Wir sind in größere nationale und internationale Rechtsnetze eingebunden. Etwa in die Natura 2000 Verordnung der Europäischen Union, die 15-a-Vereinbarung mit Tirol, Salzburg und dem Bund, das Naturschutzgesetz sowie die Verordnung über das Nationalpark- und Sonderschutzgebiet."

Wurmitzer sagte, dass "die letzen Naturreserven des Landes wie der eigene Augapfel zu hüten seien." Und als Nationalpark- und Naturschutzreferent werde er an keinen Gesetzen und Verordnungen mitwirken, durch die der Gletscher und der Nationalpark gefährdet sei. "Die Gletscher befinden sich in einem galoppierenden Rückzug. Die Klimaveränderungen machen der Pasterze sehr zu schaffen. Deswegen fordere ich auch mehr Demut und Respekt vor der Natur. Denn es geht auch in diesem Zusammenhang um Überlebensinteressen unseres Landes und unseres Kontinents," appellierte der Landesrat an alle Kräfte im Land.
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