Lopatka: ÖVP will moderne und leistungsfähige ÖBB

Rasche Reform, um "Konsum-Schicksal" zu ersparen

Wien, 7. August 2003 (ÖVP-PK) Die ÖVP bekenne sich zu einer österreichischen Eisenbahn und möchte diese wettbewerbsfähig für eine erweiterte Europäische Union machen, stellte heute, Donnerstag, ÖVP-Generalsekretär Abg.z.NR Dr. Reinhold Lopatka zu anderslautenden Aussagen des zweiten Präsidenten des Nationalrates, Heinz Fischer, klar. "Wir sind für eine leistungsfähige und moderne ÖBB. Daher ist uns klar, dass es möglichst rasch eine Reform der Bundesbahnen geben muss, um diesem Unternehmen ein Konsum-Schicksal zu ersparen", bekräftigte der ÖVP-Generalsekretär. ****

Es bringe nichts, bei diesem Thema wie Präsident Fischer "nur den Kopf in den Sand zu stecken. Wir müssen handeln, um für die ÖBB, aber auch für die Steuerzahler, die die negativen Bilanzen des Unternehmens massiv mittragen müssen, mehr Handlungsspielraum zu bekommen", sagte Lopatka. Die jährlichen Zuschüsse von 4,4 Milliarden Euro für das Gesamtsystem Schiene müssten ein Ende finden. "Man kann nicht weiterhin und in immer größerem Ausmaß über ein einziges Unternehmen eine Käseglocke stülpen, während sich alle anderen auf dem freien Markt behaupten müssen", so Lopatka.

Die geplante Holding-Struktur für die Bundesbahnen stelle keineswegs eine Zerschlagung des Unternehmens dar, sondern sei eine Notwendigkeit nach EU-Recht. "Die ÖBB bleiben selbstverständlich als Unternehmen erhalten, es wird den einzelnen Unternehmen nur mehr Spielraum gegeben, um besser auf Marktanforderungen reagieren zu können", erklärte der ÖVP-Generalsekretär. Personalabbau sei dafür nur der letzte Ausweg. Viel wichtiger sei es, den betroffenen Mitarbeitern Umschulungsmöglichkeiten bzw. Personalleasinglösungen anbieten zu können und nicht die Frühpensionierung als Alleinlösung zu sehen.

"Die Vorwürfe, dass die ÖVP die Eisenbahn vernichten will, sind haltlos", stellte Lopatka klar. Die "wahren Totengräber" seien diejenigen, die alles beim Alten lassen wollten. "Stillstand und Verharren in verkrusteten Strukturen bedeuten letztlich der Untergang der ÖBB", schloss der ÖVP-Generalsekretär.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0003