"Das Meinungsbild der Österreicher zu aktuellen "Europa-Themen": Konvent - Erweiterung - Euro - Mitgliedschaft"

Wien (OTS) - Im Rahmen einer Pressekonferenz der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) im Café Griensteidl, 1010 Wien, präsentierten Prof. Herbert Krejci (Präsident der ÖGfE), Dr. Heinz Kienzl (Vizepräsident der ÖGfE) und Dr. Gerhard H. Bauer (Generalsekretär der ÖGfE) heute, 7. August, die Ergebnisse einer österreichweiten Telefonumfrage zu aktuellen "Europa-Themen" (N = 1004), die im Juli 2003 durchgeführt wurde.

Zusammenfassung der Ergebnisse:

  • Der Informationsstand über die neue EU-Verfassung (Konvent) ist noch sehr gering: 54 % der Österreicher können kein Urteil über sie abgeben.
  • 72 % der Österreicher wollen, dass unser Land Mitglied der EU bleibt. 19 % wären für einen EU-Austritt.
  • Die Österreicher begrüßen im steigenden Ausmaß die Beitritte der Nachbarländer. Im Beobachtungszeitraum September 97 bis Juli 2003: "Begrüßen": Von 52 % auf 60 % Ungarn, von 43 % auf 56 % Slowenien, von 33 % auf 39 % Polen, von 33 % auf 41 % Slowakei (von Oktober 99 bis Juli 2003). Bei Tschechien sind die Werte stabil geblieben - von 40 % auf 42 %.
  • Eine große Diskrepanz ist deutlich erkennbar zwischen der allgemeinen Einschätzung, dass Arbeitsplätze durch die Erweiterung gefährdet sein könnten und der Vermutung, dass der eigene Arbeitsplatz gefährdet sein könnte.
  • 36 % "viele Arbeitsplätze gefährdet", 29 % "wenige Arbeitsplätze gefährdet", 31 % "keine Arbeitsplätze gefährdet".
  • 3 % der eigene Arbeitsplatz ist "sehr wahrscheinlich gefährdet" 5 % der eigene Arbeitsplatz ist eher wahrscheinlich gefährdet 11 % der eigene Arbeitsplatz ist eher nicht gefährdet 78 % die Gefährdung des eigenen Arbeitsplatzes ist unwahrscheinlich
  • Weniger als ein Drittel der Österreicher (28 %) glaubt, dass die Kleinkriminalität durch den EU-Beitritt unserer Nachbarn besser bekämpft werden kann.
  • 72 % der Österreicher haben sich "ganz bzw. ziemlich" an den Euro gewöhnt.
  • Die Einführung des Euro wird in überwiegendem Ausmaß mit der Verteuerung von Waren und Dienstleistungen in Verbindung gebracht.

Der Index der Verbraucherpreise zeigt, dass seit der Euro-Einführung als Bargeld die Inflationsrate gesunken ist.

  • 79 % der Österreicher halten es für "sehr wichtig bzw. wichtig", dass die Inflation durch die Europäische Zentralbank (EZB) niedrig gehalten wird.
  • Die Schweizer würden eher auf den Schweizer Franken zugunsten des Euro verzichten, aber nicht auf ihre direkte Demokratie (Volksrechte), wenn sie über den Beitritt zur Europäischen Union abstimmen müssten.

Das Gesamtergebnis der Umfrage (inkl. Grafiken) finden Sie bitte auf der Homepage http://www.euro-info.net unter den Rubriken "Pressekonferenzen" und "Studien"! Auf der Homepage der ÖGfE finden Sie stets aktuelle Informationen und Veranstaltungen zum Thema Europa!

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Gerhard H. Bauer
Mag. Stefan Schaller
Tel.: 01/533 49 99
Fax: 01/533 49 40
europa@euro-info.net

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0003