ARBÖ: Bei Suche nach Ricke hält sich Rehbock an keine Verkehrsregeln

Gefahr durch Wildwechsel - so reagiert man richtig

Wien (OTS) - Beim Rehwild steht zur Zeit alles auf "Brunft":
Paarungswillige Rehböcke haben nur eines im Sinn: paarungswillige Ricken (die weiblichen Rehe). Wenn bei der heißblütigen Verfolgungsjagd ein Straßenstück dazwischenliegt, kann das für Rehe und hinzukommende Fahrzeuglenker tödlich enden. Auch die hitzebedingt vorgezogene Erntezeit treibt Klein- und Großwild aus ihren Verstecken, warnt Sieglinde Rernböck vom ARBÖ.

Das Problem darf nicht unterschätzt werden. Immerhin verloren 181 Menschen im Vorjahr bei Wildunfällen ihr Leben. Im Vorjahr starben 99.812 Tiere im Straßenverkehr (davon 82.569 Haarwild und 17.243 Federwild). Tendenz steigend (2001 starben 162 Menschen und 93.853 Tiere bei Wildunfällen). Bei Wildwechsel kommt es auf rasche, aber ruhige Reaktion an, mahnt der ARBÖ.

ARBÖ-Tipps - So reagieren Sie bei Wildwechsel richtig:

* Vor allem auf wenig befahrenen Nebenstraßen vorsichtig fahren.

* Bei Übergängen zwischen Feld und Wald, in Waldbereichen oder bei Obstgärten ist ein Wildwechsel sehr wahrscheinlich, deshalb besonders vorausschauend fahren.

* Wenn Rehwild die Straße quert, Abblendlicht einschalten und mehrmals kurz die Hupe betätigen. Keine Dauerhupe. Vermeiden Sie unbedingt, das Fernlicht einzusetzen. Das Wild wird dadurch irritiert und bleibt mitten auf der Fahrbahn stehen.

* Das Fahrzeug nicht verreißen. Nicht versuchen, waghalsige Haken zu schlagen.

"Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Wildunfall kommen, ist es wichtig, die Unfallstelle abzusichern und unverzüglich die nächste Polizei- oder Gendarmeriedienststelle zu verständigen. Bei einem Wildschaden gemäß Paragraph 4, Absatz 5 der Straßenverkehrsordnung (StVO) besteht eine Verständigungspflicht", erinnern die ARBÖ-Verkehrsjuristen.

Wer die Meldung nicht unverzüglich vornimmt, riskiert eine Bestrafung wegen Fahrerflucht, es handelt sich nämlich um einen Verkehrsunfall mit Sachschaden. Weder darf der Unfall verschwiegen, noch das tote Tier einfach mitgenommen werden. Hat man eine entsprechende Kaskoversicherung, so ist auch diese vom Vorfall sofort zu verständigen. Polizei oder Gendarmerie stellen die für die Versicherungsmeldung notwendige Bestätigung über den Wildschadenunfall aus.

Am besten fährt man auch in solcher Situation mit dem ARBÖ-Sicherheits-Pass um EUR 28,-. Der ARBÖ ersetzt bei einer Kollision mit Haar- oder Federwild Reparaturkosten beziehungsweise den Kasko-Selbstbehalt zu 80 Prozent (höchstens 600 Euro). Voraussetzung: Unverzügliche Besichtigung des beschädigten Fahrzeuges in einem ARBÖ-Prüfzentrum und Vorlage der behördlichen Meldebestätigung im Original.

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