Grüne: Laska schließt AKH- und SMZ-Ost-Bücherei - 3500 PatientInnen betroffen

Gemeinderätin Cecile Cordon: "Vor allem Kinder davon betoffen"

Wien (Grüne) - "Als ausgesprochenen Skandal" bezeichnet die Grüne Gemeinderätin Cecile Cordon die überfallsartige Schließung der beiden Spitalsbüchereien im Wiens größten Spitälern, dem AKH (2173 Betten) und SMZ-Ost (1338 Betten). Cordon: "Gerade Lesen ist für viele PatientInnen die einzige Abwechslung im Spitalsalltag". Vor allem für viele Kinder seien Kinderbücher aus Spitalsbüchereien oft die einzige Möglichkeit, dem Krankenhausalltag zu entfliehen.

Cordon: "Die Kinderbücherei im AKH ist beispielsweise speziell auf die Bettbetreuung der Ärmsten der Armen ausgerichtet, meistens Kinder, die sonst kaum besucht werden. Die Bibliothekarinnen lesen den Kindern vor, spielen mit ihnen und plaudern mit ihnen. Kranke Kinder haben wohl keine Lobby."

Die nun durch eine Weisung der zuständigen Stadträtin Grete Laska durchgepeitschten Bibliotheksschließungen werden laut Cordon aber nicht nur auf dem Rücken der PatientInnen ausgetragen. Cordon: "Die Stadträtin spielt ein zynisches Spiel mit den Büchereiangestellten. Nach der Schließung der drei Lehrlingsbüchereien sind nun die Krankenhausbüchereien auf der Abschussliste. Es ist wohl Absicht, dass das gerade in der Urlaubszeit passiert. Das also ist die Personalpolitik der Sozialdemokraten in einem Betrieb der Stadt Wien."

Die Grünen fordern erneut die Einrichtung eines Unterausschusses im Gemeinderat gestellt, um in Zusammenarbeit mit allen zuständigen Beamten und PolitikerInnen ein Konzept zu erstellen, das eine Personalaufstockung für die Hauptbücherei, Planung eines Netzes von Filialbüchereien und die Verlängerung der Öffnungszeiten insbesondere der Hauptbücherei ermöglichen soll.

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