"Neues Volksblatt" Kommentar: "Hysterie" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 7. August 2003

Linz (OTS) - =

Die Aufregung um die ÖBB-Reform ist überzogen. Weder
ist neu, dass die Bahn einen Riesenanteil des Budgets verschlingt, noch ist es neu, dass sie eine Überkapazität an Personal mit sich herumschleppt.
Dass diese Regierung das heiße Eisen ÖBB-Reform anpackt, ist mutig und positiv zugleich. Jahrzehntelang haben sich die ÖBB unter SPÖ-Verkehrsministern und einer zugegebenermaßen geschickt agierenden Gewerkschaft zu einem sozialrechtlichen Schlaraffenland entwickeln können. Dass heute noch ein 37-jähriger ÖBBler, ohne Wenn und Aber in Frühpension gehen kann, ist für niemanden mehr verständlich oder akzeptabel.
Die ÖBB sind unter ihrer neuen Führung auf dem richtigen Weg. Zudem hält Staatssekretär Kukacka immer wieder fest, dass das politische Sanierungsvorhaben sozial verträglich, in Abstimmung mit dem Vorstand und - wenn möglich - im Konsens mit der Eisenbahnergewerkschaft erfolgen soll.
Sachlichkeit - nicht Hysterie oder Blockieren ist angesagt. Zumal es auch heißt, dass die Privatwirtschaft Bedarf an 3000 bis 4000 ÖBB-Fachkräften hat.

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