WKÖ-Bundessparte Information & Consulting und Fachverband UBIT weisen Anschuldigungen gegen Dienstleister strikt zurück

Pollirer fordert "Unterlassung der ungeheuerlichen Beschuldigungen sowie der namentlichen Nennung von Unternehmen im Zusammenhang mit Abfragen aus dem zentralen Melderegister"

Wien (PWK517) - In Österreich dürfen private Informatik-Dienstleister für Kunden Informationen aus dem Zentralen Melderegister, kurz ZMR, im Wege einer kostenpflichtigen Abfrage online zur Verfügung stellen. Dabei geht es aber nicht um Adressdatenhandel zu Werbezwecken, sondern vielmehr um die Ermittlung der Zustelladressen zu berechtigten Zwecken wie etwa von säumigen Zahlern. Das ZMR ist das größte elektronische Verwaltungsregister Österreichs. Zur Datenabfrage nutzen die Dienstleister eine Internet-Zugangsmöglichkeit, die das Innenministerium zur Verfügung stellt.

Die Bundessparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer Österreich wehrt sich aber vehement gegen Vorwürfe  sogenannter Datenschützer, die behaupten, dabei gehe es manchmal nicht mit rechten Dingen zu. 

"Das stimmt nicht", so die WKÖ-Bundessparte als interessenpolitische Vertretung für rund 87.000 Unternehmungen. Vielmehr sieht man darin den Versuch, Teile einer Branche als "schwarze Schafe" zu brandmarken und mit unvollständigen und unrichtigen Behauptungen die Aufmerksamkeit der Medien zu erreichen.

"Da werden Unternehmen rechtswidriger Handlungen beschuldigt und öffentlich namentlich genannt", kritisiert Sparten-Obmann Hans-Jürgen Pollirer, selbst beeideter und gerichtlich zertifizierter EDV-Sachverständiger und Mitautor des Standardwerkes "Kommentar zum Datenschutzrecht" und bezieht sich dabei auf Aussagen von Hans Zeger, Obmann der Arge Daten, und Publikationen im Internet. Dabei berufe sich Zeger in kryptischer Form auf ein angebliches Rechtsgutachten, das niemandem bekannt sei. Hingegen müsse vermutet werden, dass vertrauliche Daten aus dem Datenschutzrat weitergegeben werden, erklären Pollirer und Friedrich Bock, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie, unisono.

Bock über die Gebarung der Arge Daten: "Laut eigener Homepage bietet dieser Verein gegen Entgelt Dienstleistungen an, beachtet dabei aber weder die Gewerbeordnung noch die Offenlegungspflichten im E-Commerce-Gesetz. Ein selbsternannter Datenschützer, der mit diesen Offenlegungspflichten selbst derartig fahrlässig umgeht, wäre gut beraten, seine eigenen Angelegenheiten in Ordnung zu bringen."

Gegen die Vorwürfe verwehren sich die WKÖ-Experten sowie empörte Vertreter von Mitgliederbetrieben auf das Schärfste. Man solle nicht so tun, als ob Unternehmen, die Informationen aus dem Melderegister abfragen, sich auf dem Boden der Illegalität bewegten: "Wir fordern Herrn Zeger auf, diese Vorgangsweise einzustellen, ansonsten behalten wir uns weitere notwendige Schritte vor", wehrt man sich gegen offensichtliche Versuche, einen ganzen Wirtschaftszweig schlecht zu machen. (JR)

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