Fischer attestiert Kukacka gestörtes Verhältnis zu den ÖBB

Auch Eisenbahner verdienen rechtsstaatliche, faire Behandlung

Wien (SK) "Wenn man sich frühere Parlamentsreden von Helmut Kukacka anhört, dann wird klar, warum Kukacka als Feind der Eisenbahnen empfunden wird", stellte der stv. SPÖ-Vorsitzende Heinz Fischer am Mittwoch in einer Pressekonferenz fest. "Ob es klug war, jemanden, der so ein gestörtes Verhältnis zur Bahn hat, zum Staatssekretär zu machen, ist eine Frage für deren Entscheidung ich nicht zuständig bin", fügte Fischer hinzu. Der II. Nationalratspräsidenten übte aber heftige Kritik an den Pesonalabbauplänen des Staatssekretärs. Er verwies darauf, dass der Personalstand bei den ÖBB ohnehin schon um 20.000 auf 48.000 Mitarbeiter reduziert wurde und dass eine weitere Reduktion auf 40.000 Mitarbeiter unter Bedachtnahme auf Gesetz und Schicksal der Betroffenen geplant sei. Das Kukacka dennoch eine weiter Reduktion um weitere 12.000 Menschen verlange, ist für Fischer umso unverständlicher, als die ÖVP ansonsten vor Eingriffen in Unternehmensentscheidungen warne. "Man soll hier nicht so hineinpfuschen in einer Art und Weise, die viel mehr Nach- als Vorteile hat", unterstrich Fischer. ****

Dass die Regierung der Bevölkerung eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters oktroyiert und bei den Eisenbahnen mit Frühpensionierungen operiert, sei Ausdruck eines nicht schlüssigen Vorgehens. "Ich hoffe, dass hier Vernunft eingekehrt und dass man auch die Eisenbahner, selbst wenn sie Feindbilder der ÖVP-FPÖ-Regierung sein mögen, rechtsstaatlich und fair behandelt und sich in die Unternehmensführung nicht in so chaotische Art einschaltet", so Fischer. (Schluss) ml

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