Hiroshima-Gedenktag: SPÖ fordert Abschaffung aller Nuklearwaffen

Wien (SK) Zahlreiche SPÖ-Politiker gedenken der Opfer der amerikanischen Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki vor 57 Jahren. SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer und die SPÖ-Bundesgeschäftsführer Doris Bures und Norbert Darabos in einer Grußbotschaft an die Wiener Friedensbewegung: "Vor 58 Jahren forderte der erste Atombombenabwurf auf eine Stadt 200.000 Tote und 100.000 Verwundete. Der zweite Abwurf auf Nagasaki drei Tage später forderte weitere 75.000 Tote. Österreichs SozialdemokratInnen nehmen sich den 6. August zum Anlass, um der Opfer der Atombomben zu gedenken sowie der nach wie vor bestehenden Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen." ****

Die Grußbotschaft von SPÖ-Vorsitzendem Alfred Gusenbauer, SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos im Wortlaut:

"Krieg darf kein Mittel der zwischenmenschlichen Konfliktaustragung sein. Es darf sich dabei allenfalls um das allerletzte Mittel nach dem Versagen aller anderen politischen und diplomatischen Optionen handeln. Trotzdem wurde entgegen dem weltweiten Widerstand von Millionen Menschen in diesem Jahr im Irak Krieg geführt. Ein Krieg, der nicht von der Internationalen Staatengemeinschaft nach dem restlosen Ausschöpfen von friedlichen Alternativen beschlossen wurde, sondern Hegemonieinteressen diente. Als Rechtfertigung dafür musste die angebliche - und in diesem Fall durch nichts bestätigte -Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen herhalten.

Das hat gezeigt, wie gegenwärtig kriegerische Auseinandersetzungen, die Europas vitale Interessen im Innersten betreffen, auch in diesem jungen Jahrtausend immer noch sind. Und dass der Schrecken der Massenvernichtungswaffen nichts an Aktualität verloren hat. Den Opfern des 6. und des 9. August ist es die Menschheit schuldig, auf eine Welt ohne Atomwaffen, ohne Massenvernichtungswaffen hinzuarbeiten.

Bei der Erweiterung und Festigung der Europäischen Union ist es uns SozialdemokratInnen daher ein besonderes Anliegen, dass einer der Kernaufgaben des gemeinsamen Europas, nämlich zur Friedenssicherung beizutragen, besondere Beachtung geschenkt wird."

Der stv. SPÖ-Vorsitzende, zweiter Nationalratspräsident Heinz Fischer, erklärte in seiner Grußbotschaft u.a.: "Die Bilder von den Folgen der Abwürfe von Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 und von Hunderttausenden Toten, die der Einsatz der fürchterlichsten Waffe, die je von Menschenhand gebaut wurde, gefordert hat, erschüttern die Welt noch immer. Der Schock über die verheerenden Auswirkungen dieser beiden Atombomben hat zu weltweiten Protesten geführt und macht es bis heute noch immer notwendig, am Jahrestag der Abwürfe gegen den Einsatz von Atombomben zu protestieren. Der massive Protest hat in der Zeit des Kalten Krieges zum so genannten 'Gleichgewicht des Schreckens' und zur weit verbreiteten Einsicht geführt, dass es beim Einsatz von nuklearen Waffen keine Sieger, sondern nur Verlierer geben würde."

Weitere Grußbotschaften kommen u.a. von SPÖ-Frauenvorsitzender Barbara Prammer, Europaratspräsidenten, SPÖ-Abgeordneten Peter Schieder, SPÖ-Delegationsleiter Hannes Swoboda, ACUS-Vorsitzender Richard Schadauer. (Schluss) ns

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0002