Bischof Krenn in NEWS: " Wir müssen hinein in den Konvent!"

St.Pöltens Diözesanbischof ist über die Amtskirche verärgert, weil kein Bischof die neue Österreich-Verfassung mitberät

Wien (OTS) - In der morgen Donnerstag erscheinenden neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS zeigt sich St.Pöltens Diözesanbischof Kurt Krenn nach vielen Monaten der Stille wieder kampfeslustig:

In einem Interview kritisiert Krenn ganz offen die Amtskirche ("Feige Bischöfe"), weil Erzbischof Christoph Schönborn nicht mit Nachdruck dafür gesorgt habe, dass im Österreich-Konvent zur Erstellung einer neuen Verfassung auch die Kirche vertreten ist. Krenn: "Wo sind wir denn, dass wir da von vorne herein ausgeschlossen werden? Dass wir nicht einmal gefragt werden! Das kann trotz der bisherig guten Zusammenarbeit seit dem II. Weltkrieg zu einer Entfremdung zwischen Staat und Kirche führen." Ebenso so scharf kritisiert Bischof Krenn den Entwurf der neuen EU-Verfassung, wo kein explizitier katholischer Gottes-Begriff verankert worden ist. Dieses Zugeständnis der EU an künftige Mitglieder, etwa die Türkei, bezeichnet Krenn als "Verwässerung". Und: "Ich kann mir nur ein christliches Europa vorstellen, daher bin ich nach wie vor dagegen, dass die Türkei irgendwann womögtlich EU-Mitglied werden kann."

Auch gesellschaftspolitisch macht Bischof Kurt Krenn, der zuletzt gesundheitliche Probleme hatte ("Gott sei Dank habe ich nicht Parkinson, wie mir Ärzte zweimal versicherten") wieder von sich reden: Noch im August wird es am Bischofssitz zu St.Pölten zu einer Zusammenkunft mit dem kanadischen Austro-Milliardär Frank Stronach ("Ein sympathischer und g`scheiter Bursche", so Krenn) und dem Bischof kommen.

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