ÖAAB-Gajdosik an Wiener SPÖ: Über Tellerrand hinausblicken!

Ausbildungsverbund nach Vorarlberger Modell um Ausbildungs- und Fertigungsmethoden zu optimieren

(ÖAAB-Wien, 6.8.2003) Der Vizepräsident der Wiener Arbeiterkammer und Fraktionsobmann der Fraktion "ÖAAB-Christliche Gewerkschafter", Alfred GAJDOSIK, forderte heute die Wiener SP-Alleinregierung dazu auf, einen Ausbildungsverbund nach Vorbild des Vorarlberger Modells in Wien einzuführen. "Der Ausbildungsverbund in unserem westlichen Bundesland wurde bereits 1973 von Arbeitnehmervertretern und Arbeitgebern gemeinsam entwickelt. Der Erfolg, der damit bei Ausbildung und Beschäftigung erzielt worden ist, gab und gibt den Initiatoren recht. Das weitaus weniger erfolgreiche Wien sollte sich nun daran ein Beispiel nehmen und das Modell auf die Bundeshauptstadt übertragen," forderte GAJDOSIK.****

Der Wiener AK-Vizepräsident präzisierte in weiterer Folge die Vorteile dieses Modells. "Es werden gemeinsame Anstrengungen unternommen, um Ausbildungs- und Fertigungsmethoden zu optimieren. Der gemeinsam geführte und durch eine Unterstützungsprämie gespeiste Fonds garantiert die regelmäßige Weiterentwicklung von Techniken und Lehrmethoden. Ob Lehrlinge, Lehrer oder Wirtschaftstreibende - sie alle profitieren davon ," erklärte er dazu.

GAJDOSIK verwies weiters auf die konkreten Ergebnisse des Ausbildungsverbundes. Diese sprechen seiner Ansicht nach eine doch eindeutige Sprache. "Der Anteil an qualifiziertem Fachpersonal für den Einsatz neuer Montage- und Fertigungstechnologien ist in Vorarlberg seit Beginn der 90er Jahre von durchschnittlich 25 Prozent auf fast 30 Prozent angestiegen. Über 1000 Lehrlinge wurden in jüngster Zeit in den neuen High-Tech Berufen ausgebildet. Viele Unternehmen haben zwischenzeitlich Lehrwerkstätten geschaffen," so der Fraktionsobmann der ÖAAB-Fraktion in der Wiener Arbeiterkammer.

Das Fehlen derartiger Konzepte in der Bundeshauptstadt kritisierte GAJDOSIK scharf. "Die Verantwortlichen im Wiener Rathaus machen nichts weiteres, als die horrend hohe Arbeitslosigkeit in dieser Stadt zu verwalten. Von Gestalten, Ideen oder sogar Visionen, wie es denn besser werden kann, fehlt jede Spur. Da hilft es auch nichts, wenn Wiener SP-Gemeinderäte für die eigenen Fehler andauernd den Bund verantwortlich machen. Das zeugt nicht gerade von Kreativität und Intelligenz, " erklärte er dazu.

Abschließend warnte der Wiener AK-Vizepräsident die Wiener SP-Alleinregierung und die FSG-Gewerkschafter davor, die bisherige Beschäftigungs- und Wirtschaftspolitik fortzusetzen. "Es ist an der Zeit, dass die zuständigen Stellen über ihren Tellerrand hinausblicken und erkennen, dass es gute Ideen gibt, die es wert sind, umgesetzt zu werden. Das ist man den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern dieser Stadt einfach schuldig ," schloss

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