"Der Wächter der Quelle": Harald Krassnitzer dreht neuen Mitterer-Krimi

ORF-Dreharbeiten laufen in Tirol auf Hochtouren

Wien (OTS) - Der Wächter der Quelle ist tot! Der fundamentalistische Umweltschützer Hermann Wegscheider, der die kommerzielle Nutzung einer Tiroler Heilquelle verhindern wollte, musste seinen Einsatz mit dem Leben bezahlen. Die an den Tatort gerufenen Kriminalisten - SOKO-Ermittler Moritz Eisner und seine Tiroler Kollegin Barbara Trenkwalder - werden im Rahmen ihrer Recherchen schon bald mit einem erschreckenden Krieg um das wertvolle Quellwasser konfrontiert. Vom Internationalen Jahr des Süßwassers hat sich auch Tirols sozialkritischer Paradedichter Felix Mitterer inspirieren lassen und in seinem jüngsten ORF-Krimi "Der Wächter der Quelle", der noch bis Mitte August im Brixental in Tirol gedreht wird, das kostbarste aller Elemente zum Thema gemacht. Die Geschichte über die Ausbeutung der Natur und die Geschäftemacherei mit dieser entspringt nicht seiner Fantasie, sondern war in der Realität zu finden, wie Mitterer selbst erklärt. Für Hauptdarsteller Harald Krassnitzer ist das Thema des Films keine Fiktion mehr: "Der Wasserkrieg hat schon längst begonnen. Die Kämpfe um die Ressourcen, um Quellrechte und die Gespräche über Privatisierung werden bereits geführt, allerdings noch weit weg von den Augen des normalen Konsumenten." Krassnitzer, der bekannt ist für sein soziales und politisches Engagement, wäre bereit, sich "ordentlich ins Zeug zu legen, um so etwas zu verhindern. Wasser ist eines der wichtigsten Lebenselixiere, die wir haben. Wir gehen viel zu schlampig damit um, weil wir noch auf gewaltigen Ressourcen sitzen. In anderen Teilen der Welt sieht es ganz anders aus und auch bei uns kann sich die Situation sehr schnell ändern, wenn wir in Zukunft nicht aufpassen", warnt Krassnitzer.

Genug vom Plastikflaschenwasser im Spanien-Urlaub

Dass Österreich und seine Menschen in der glücklichen Lage sind, einfach die Wasserleitung aufzudrehen und bestes Trinkwasser zu konsumieren, wurde Harald Krassnitzer nicht nur durch seine Arbeit an "Der Wächter der Quelle" so richtig bewusst. Vor dem Drehstart war der gebürtige Salzburger in Spanien auf Urlaub und musste sich dort zwei Wochen lang mit Wasser aus Plastikflaschen begnügen. "Wenn ich den Wasserhahn aufgedreht habe, kam dort Wasser raus, das weder von der Farbe noch vom Geschmack her unseren Qualitätskriterien entspricht. Ich habe regelmäßig kanisterweise Wasser im Supermarkt gekauft, um damit alltägliche Dinge tun zu können wie Trinken, Zähne putzen oder Kochen", erzählt der Publikumsliebling. Nach Österreich zurückgekehrt, war es für Krassnitzer eine Freude, wieder Tiroler Wasser zu trinken. "Es ist ein Stück Lebensqualität, einfach die Wasserleitung aufzudrehen und bestes Hochquellwasser trinken zu können", so Krassnitzer. "Und keine Selbstverständlichkeit, das dürfen wir nie vergessen!"

Eine zerrissene Rolle, die es in sich hat

Zum elften Mal bereits spielt Harald Krassnitzer den Wiener Kommissar Moritz Eisner. Dieser, mittlerweile zum Ermittler einer österreichweit agierenden Sonderkommission des Innenministeriums aufgestiegen, wird nach Tirol gerufen, um gemeinsam mit der zuständigen Kollegin Barbara Trenkwalder den Tod des Umweltschützers Wegscheider zu untersuchen. Dass die Figur des Moritz Eisner ihn auch beim elften Mal noch heftig fordert, liegt daran, dass "die Kommissarenrolle eine gewisse Zerrissenheit in sich trägt. Das geschriebene Recht ist oft nicht deckungsgleich mit der vorliegenden Konstellation und dadurch kommt Eisner oft in Stresssituationen und erlebt eine Gespaltenheit, die das ganze erst so richtig spannend macht", kommentiert Krassnitzer. Die "Tatort"-Reihe, im Rahmen derer die Mitterer-Verfilmungen des ORF laufen, ist für Krassnitzer noch immer "eine der schönsten Spielwiesen, die ich bisher betreten habe. Ich kann all das tun, was ich sonst nicht tun darf. Ich kann meine Figur immer weiter entwickeln, kann unangenehm sein, garstig, kindisch, der Gute und so weiter. Ich muss mich an keine Weisungen halten, habe keine Vorgesetzten - außer Felix Mitterer vielleicht. Aber mit dem lässt sich gut über alles reden."

Die neue Frau an Krassnitzers Seite

An Harald Krassnitzers Seite ermittelt erstmals Nestroy-Preisträgerin Birgit Doll ("Suzie Washington"). Gemeinsam standen die beiden vor zwölf Jahren auf der Bühne des Volkstheaters in Grillparzers "Libussa" - Doll in der Titelrolle, Krassnitzer als Primislaus. "Jetzt ist es umgekehrt: Ich bin die Libussa und sie ist der Primislaus", sagt Krassnitzer. In den vorangegangenen Mitterer-Krimis waren Sophie Rois und Roswitha Szyskowitz seine Filmpartnerinnen. Neben Harald Krassnitzer und Birgit Doll spielen Peter Mitterrutzner in der Rolle des "Wächters", weiters Johannes Krisch, Hussi Kutlucan, Franziska Weisz ("Hundstage", "In Liebe vereint"), Gregor Bloéb, Andreas Lust, Alma Hasun, Birgit Melcher, Werner Prinz, Andreas Puehringer u. v. a. Inszeniert wird "Der Wächter der Quelle" von Holger Barthel ("Julia - Eine ungewöhnliche Frau", "In Liebe vereint"), der auch als Koautor fungierte. Für eindrucksvolle Bilder ist Starkameramann Peter von Haller verantwortlich, der preisgekrönte Filme wie "Die Siebtelbauern" und "Anatomie I" von Stefan Ruzowitzky ebenso ins Bild gesetzt hat wie Wolfgang Murnbergers Haas-Verfilmung "Komm, süßer Tod" oder Jo Baiers Heimatdrama "Verlorenes Land". Die ORF-Ausstrahlung des Films ist derzeit für 2004 geplant.

Moritz Eisner und seine bisherigen Kriminalfälle

Harald Krassnitzer stand seit 1999 bereits in vier Tirol-Krimis von Felix Mitterer in der Rolle des ORF-Kriminalkommissars Moritz Eisner vor der Kamera: "Passion" (1999), "Böses Blut" (2000), "Elvis lebt" (2001) und "Tödliche Souvenirs" (2002). Darüber hinaus gab er den sympathischen Ermittler in sechs weiteren Fällen: In "Nie wieder Oper" (1998), "Absolute Diskretion" (1999), "Der Millenniumsmörder" (1999), "Nichts mehr im Griff" (2000), "Tödliche Tagung" (2001) und in dem im Frühjahr 2003 gedrehten Fall "Tod unter der Orgel", der voraussichtlich noch heuer im ORF zu sehen sein wird.

Weitere Harald-Krassnitzer-Filme 2003 im ORF

Nicht nur am Set ist Harald Krassnitzer viel beschäftigt - auch auf dem TV-Schirm steht der engagierte Salzburger hoch im Kurs. Im August präsentiert ORF 2 drei Krassnitzer-Highlights: Der wildromantische Zweiteiler "Kanadische Träume - Eine Familie wandert aus" startete am Sonntag, dem 3. August 2003, Teil zwei folgt heute, am Mittwoch, dem 6. August, um 20.15 Uhr in ORF 2. Als Moritz Eisner ist er im Mitterer-Krimi "Böses Blut" zu sehen (Sonntag, 10. August, 20.15 Uhr, ORF 2). Mit "Allein unter Männern" steht am Mittwoch, dem 20. August, um 20.15 Uhr zudem ein spannendes TV-Movie auf dem Programm von ORF 2, für das Krassnitzer gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Ann-Kathrin Krammer drehte.
Zu den weiteren Filmen mit Harald Krassnitzer, die der ORF noch für 2003 plant, zählen "Der lange Weg zum Glück", jene Rosamunde-Pilcher-Verfilmung, für die Krassnitzer 1999 gemeinsam mit Barbara Wussow vor der Kamera stand (voraussichtlich Mitte September in ORF 2) sowie die Premiere der ORF/ZDF-Koproduktion "Gefährliche Gefühle" mit Katharina Böhm (voraussichtlich Ende Oktober in ORF 2).

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