Arbeitsmarktpolitik: SPÖ-Wutzlhofer zu ÖAAB-Hoch-Argumentation: Unsinniger geht´s nicht mehr!

Wien nicht schuld an Firmenpleiten Privater - Arbeitsmarkt Angelegenheit des Bundes

Wien (SPW-K) - "Unsinniger geht´s eigentlich nicht mehr", stellte Dienstag der Jugendsprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Jürgen Wutzlhofer, zu der Argumentation des Wiener ÖAAB-Landessekretärs Hoch über die Ursache von Firmenpleiten und die damit verbundenen Arbeitsplatzverluste in Wien fest. "Weder der Konkurs des Elektronikunternehmens Grundig, noch jener der Porzellanmanufaktur Augarten, noch die riesigen Probleme des Backwarenherstellers Anker, noch die Übersiedlung des Lebensmittelbetriebes Inzersdorfer nach Oberösterreich haben ihre Ursache in einer angeblichen falschen Wirtschaftspolitik Wiens", hob der Gemeinderat hervor. ****

Im Fall Grundig habe die deutsche Konzernmutter Pleite gemacht, im Fall Augarten sei dies auf falsche Managemententscheidungen sowie einen unerwartet tiefen Umsatzeinbruch durch das Ausbleiben kaufkraftkräftiger Touristen aus Übersee infolge von SARS und des Irak-Krieges erfolgt, bei Ankerbrot sei die vom deutschen Besitzer gewählte Unternehmensstrategie nicht aufgegangen und die Firma sei deshalb von einem neuen Eigentümer übernommen worden, bei Inzersdorfer sei es der angeblichen Paradeunternehmerin und ehemaligen ÖVP-Abgeordneten Pecher offensichtlich nicht gelungen, die betriebswirtschaftlichen Probleme zu meistern, wobei in diesem Fall sich der neue Besitzer über das tatsächliche Ausmaß der Schwierigkeiten nachträglich überrascht gezeigt habe, stellte Wutzlhofer den Sachverhalt klar. "Was das alles mit der - angeblich falschen - Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik der Stadt zu tun habe, sei wohl nur bewusst die Fakten verdrehenden Schuldwegweisern klar", meinte Wutzlhofer.

"Mit der assoziativen Primitivargumentation, bis zum Regierungsantritt der schwarzblauen Koalition im Jahr 2000 ist die Arbeitsmarktpolitik Bundesangelegenheit gewesen, seit diesem Zeitpunkt sind aber die Bundesländer für die negative Entwicklung am Arbeitsmarkt verantwortlich, kann auch Hoch nicht über das totale Versagen seiner Parteifreunde in der Regierung hinwegtäuschen", führte Wutzelhofer weiter aus. "Statt der Bundesregierung für ihre arbeitnehmerfeindliche Politik noch die Mauer zu machen und in Presseaussendungen seine Unkenntnis über wirtschaftspolitische Zusammenhänge darzulegen, wäre Hoch besser beraten, sich endlich einmal für die Interessen der angeblich auch vom ÖAAB vertretenen ArbeitnehmerInnen einzusetzen", schloss Wutzlhofer. (Schluss)

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