Per Mausklick Zugriff auf 5,5 Millionen Befunde

Neues medizinisches Informationssystem (MedIS)

Wien (OTS) - Ein in Österreich vom Umfang einzigartiges medizinisches Informationssystem (MedIS) verwaltet die Daten von über 850.000 Patienten und stellt sie dem Systembenutzer per Mausklick digital zur Verfügung. MedIS - seit 1.4.2003 in allen Krankenhäusern der St. Vinzenz Holding (Barmherzige Schwestern Linz, Ried i.I., Wien-Gumpendorf, Orthopädisches Spital Speising) in Betrieb - bringt Zeitersparnis und Kostenreduktion. Durch den raschen Zugriff auf die vollständige Krankengeschichte des Patienten gehören Wiederholungs-Untersuchungen der Vergangenheit an. MedIS ermöglicht den verschlüsselten Austausch von medizinischer Information mit Partnern der St. Vinzenz Holding - wie den Hausärzten, Fachärzten, anderen Krankenhäusern und Krankenversicherungen.

Das zentrale Informationssystem MedIS begleitet den Patienten von der Aufnahme, Untersuchung und Behandlung bis zur Entlassung aus dem Spital. Terminverwaltung, elektronische Leistungsanforderung sowie Arztbrief- und Befunderstellung werden durch MedIS abgedeckt. Standard-Schnittstellen zu den wichtigsten medizinischen Spezialsystemen wie Labor, Radiologie, Pathologie, Blutdepot ermöglichen blitzschnellen Datentransfer. Auf Basis der Diagnose- und Leistungserfassung erfolgen Patientenverrechnung sowie Abrechnung mit Bund, Land und Versicherungsträgern. Krankenhaus-management und Controlling erhalten über die integrierte Kostenträgerrechnung und speziellen Auswertungen bzw. Statistiken aufbereitete Daten zur Unternehmensführung. Das auf SAP-Technologie basierende, medizinische System ergänzt die bereits in der St. Vinzenz Holding im Einsatz befindlichen betriebswirtschaftlichen Basismodule der SAP.

Zugriff auf 5,5, Mio Daten!

Ab 1985 erstellte stationäre und ambulante Befunde sind im elektronischen Archiv abgespeichert und mit den Patientendaten verknüpft. Anamnese, Laborwerte, Krankenverläufe und Bildaufnahmen gehen in elektronischer Form in die Krankengeschichte ein. Radiologie-Roboter suchen das angeforderte Bildmaterial im Hintergrund zusammen: Über das zentrale Informationssystem wird der Zugriff auf die 5,5 Millionen Dokumente möglich.

Durch Wegfall von händischem Ausheben und Transportieren von Krankengeschichten wird kostbare Zeit frei, die für Zuwendungen zum Patienten genützt werden kann.

MedIS optimiert die medizinische Entscheidungsfindung

"Die Ärzte schätzen die umfangreiche und rasche Verfügbarkeit der medizinischen Informationen", weiß Dr. Christian Gierlinger, Leiter der Informatik der St. Vinzenz Holding. "Durch Optimierung im Ablaufprozess kommt es zu einer enormen Qualitätsverbesserung. Auch Anforderungen an Labor, Orthopädie und Klinische Psychologie können bereits digital, also ohne Formulare gestellt werden", ergänzt der Projektleiter Mag. Gerald Resch.

7,3 Millionen Euro für mehr Effizienz

"Ausschlaggebend für das im März 1999 initiierte Großprojekt, das gemeinsam mit SAP durchgeführt wurde, waren die vielen kleinen EDV-Einzelsysteme, die "Insellösungen" in unserem alten EDV-Verbund", erklärt Dr. Gierlinger. "Die medizinische EDV-Schiene entsprach nicht mehr den Ansprüchen eines effizient arbeitenden Krankenhauses". Ermöglich wurde das 7,3 Millionen Euro-Projekt nur durch die geplante Umsetzung und Einführung in allen vier Krankenhäusern der St. Vinzenz Holding.

Doppelt abgesichert

Um die neue Informationstechnologie in vier Häusern an einem Stichtag zu integrieren und damit die bestehenden Altsysteme abzulösen, mussten 10 neue Server, 200 neue PC-Arbeitsplätze, doppelt abgesicherte Datenleitungen und ein holdingsweites Rechenzentrum aufgebaut werden.

Holdingweit waren 2500 Mitarbeiter an 4 Standorten mittels umfassendem Schulungs-programm optimal auf die Umstellung und Handhabung des neuen Projektes vorzubereiten. Ein ausgeklügeltes System für den Datenschutz galt es auszuarbeiten: "In Bezug auf Datenschutz sind wir durch ein umfassendes Berechtigungssystem abgesichert. Der Einzelne sieht nur jene Daten, die er sehen soll. Alle Dateneingaben werden im Hintergrund mitprotokolliert. Gegen eine Einsichtnahme von Außen gibt es drei technische Schutzmauern", so der für die Daten Verantwortliche Dr. Gierlinger. "Ausfallsrechner und ein Sicherungssystem gewährleisten die hohe Systemverfügbarkeit. Tägliche Datensicherungen schützen vor Datenverlust."

Ökonomisches Steuerungsinstrument

"Durch MedIS ist die optimale Nutzung knapper Finanzbudgets im Krankenhaus gegeben", erklären unisono Dr. Gierlinger und Mag. Helmut Ehrenmüller Projektleiter von SAP. In Zeiten immer knapper werdender Ressourcen, ist dies eine wichtige Voraussetzung, um langfristig Gesundheitseinrichtungen erfolgreich führen zu können."
Durch die exakte Verknüpfung von Patientendaten mit den medizinischen Leistungen ist beispielsweise die exakte Ermittlung der Kosten einer bestimmten Operation möglich. Die im System erfassten Leistungsdaten bilden die Basis der ab 2004 in den St. Vinzenz Häusern flächendeckend im Einsatz befindlichen Kostenträgerrechnung. Durch permanente Aktualisierung können Prozesse optimiert und damit Aufwand und Kosten bei gleichzeitiger Sicherung der Qualität reduziert werden.

Rückfragen & Kontakt:

zu MedIS:
Mag. Gerald Resch
Projektleiter MedIS
Zentralbereich Informatik St. Vinzenz Holding
Büro: Seilerstätte 4, 4010 Linz
erreichbar von 8.30 - 17.00 Uhr
Mobil: 0664/39 48 369
Tel.: 0732/7677 DW 4979
gerald.resch@bhs.at

Ansprechpartner für allgemeine Rückfragen:
Mag. Gabriela Neumaier
Leitung Zentralbereich PR & Marketing
St. Vinzenz Holding
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Tel: 0732/7677 DW 7700
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