ÖBB: Gusenbauer kritisiert "kopflose Politik" der Regierung

"Gorbach und Kukacka sind als Totengräber der ÖBB am Werk"

Wien (SK) SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer hat den Eindruck, dass sich Verkehrsminister Gorbach und sein Staatssekretär Kukacka als "Totengräber der ÖBB ans Werk gemacht" haben.
"Auf der einen Seite werden bei den ÖBB Millionen von Überstunden verrichtet und viele Angestellte haben nicht einmal Zeit, ihren Urlaub anzutreten, auf der anderen Seite sollen 12.000 Mitarbeiter abgebaut werden", kritisierte Gusenbauer am Dienstag im Sommerinterview des Ö1-"Mittagsjournal". Gusenbauer verwies darauf, dass bereits in den letzten Jahren 20.000 Mitarbeiter bei den ÖBB abgebaut wurden und dass ÖBB-interne Pläne den Abbau weiterer 5.000 bis 6.000 Mitarbeiter, vor alle durch Nicht-Nachbesetzung, vorsehen würden. ****

Angesprochen auf den Zustand des Unternehmens ÖBB unterstrich Gusenbauer, dass sich die ÖBB im internationalen Vergleich nicht zu verstecken bräuchten, "aber jedes Unternehmen hat immer wieder Modernisierungsbedarf". Unter Generaldirektor Draxler seien bereits sehr positive Modernisierungsprozesse mit enormen Investitionen in den Güterverkehr eingeleitet worden. "Aber was jetzt passiert, ist lediglich eine breite Verunsicherung der Beschäftigten, ohne dass es gleichzeitig eine vernünftige Bahn- und Infrastrukturoffensive der Regierung gibt. Diese Politik ist etwas kopflos", stellte der SPÖ-Chef fest.(Schluss) ml

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